Unternehmen investieren 2012 voraussichtlich deutlich weniger als 2011

KfW-Investbarometer

03.01.2012 – Das Wachstum der Unternehmensinvestitionen geht voraussichtlich von acht Prozent im Jahr 2011 auf 0,7 Prozent im Jahr 2012 zurück.

Das prognostiziert das aktuelle KfW-Investbarometer der KfW Bankengruppe. Der Grund für den vermuteten Rückgang: Voraussichtlich können sich deutsche Unternehmen den konjunkturellen Auswirkungen der Banken- und Staatsschuldenkrise im Euroraum nicht mehr entziehen.

"Kälteeinbruch, aber kein Frost"

Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe: "Wir erleben einen Kälteeinbruch, aber keinen Frost. Für das kommende Jahr erwarten wir bei den Unternehmensinvestitionen kein negatives Vorzeichen, sondern nur eine – allerdings deutlich spürbare – Wachstumsverlangsamung."

Irsch zufolge wird die Investitionstätigkeit der Unternehmen auch 2012 positiv zum BIP-Wachstum von 1,0 Prozent beitragen, das die KfW prognostiziert hat.

Nach dem Szenario der KfW werden die Unternehmensinvestitionen trotz des erwarteten Wirtschaftsabschwungs 2012 nicht ganz so schnell und massiv einbrechen wie in früheren Abschwungsphasen, etwa 2001/2002.

Binnenwirtschaft und niedrige Zinsen stimulieren Investitionstätigkeit

Das aktuell niedrige Zinsniveau stimuliere die Investitionen weiter. Besonders interessant für Unternehmen würden Investitionen, die zur Kostensenkung oder zur Etablierung energie- und rohstoffeffizienter Verfahren beitragen. Die Erweiterung der Verfahren gerate dagegen eher aus dem Fokus der Unternehmensinvestitionen.

Parallel dazu stütze der private Konsum die Investitionstätigkeit der binnenwirtschaftlich ausgerichteten Unternehmen. (uqrl)

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