Unternehmen machen Deutschland 2011 zum Forschungsstandort

Umfrage

24.12.2010 - 2011 wollen fast doppelt so viele deutsche Firmen in Forschung und Entwicklung investieren wie 2010. Damit wird Deutschland zum Forschungsstandort.

Das gehe aus einer aktuellen Erhebung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter 800 Unternehmen hervor, berichtet das Handelsblatt.

Firmen bauen Aktivitäten in Innovationen aus

Ein Drittel der befragten Unternehmen habe darauf verwiesen, dass sie ihren Innovationsaufwand bereits in den letzten zwölf Monaten erhöht hätten. Für 2011 hätten sogar 60 Prozent der Firmen zusätzliche Aktivitäten geplant. 


Unter diese Aktivitäten fällt laut Handelsblatt beispielsweise der Ausbau von Forschung und Entwicklung, ob in Eigenregie oder in Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern. 


Auch eine engere Kooperation mit Hochschulen oder zusätzliches Personal für diese Bereiche zählten aus Sicht der Firmen zu den Innovationsinvestitionen in 2011.

Forschungsstandort Deutschland

Dem Handelsblatt zufolge profiliert sich Deutschland durch diesen Schub als Forschungsstandort. 


Vorbei scheinen aus Sicht der Tageszeitung die Zeiten, als Deutschlands Gesamtaufwendungen für Forschung und Entwicklung bei 2,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes lagen.


2011 rücke erstmals das stets beschworene "Drei-Prozent-Ziel" in greifbare Nähe.

Gute Konjunktur wird ausgenutzt

Für den Ausbau ihrer Aktivitäten in Forschung und Entwicklung nutzten die Firmen die gute Auftragslage aufgrund des konjunkturellen Aufschwungs, so das Handelsblatt. 


Zu dieser Entwicklung habe nach Auffassung des DIHK-Präsidenten Hans Heinrich Driftmann auch die Bundesregierung einen wichtigen Beitrag geleistet.

Fachkräftemangel könnte Entwicklung bremsen

Jedoch seien die Firmen in dieser Phase durch den Fachkräftemangel bedroht.


Der Ausbau der Fachkräftebasis habe für die befragten Firmen Top-Priorität – mit klarem Abstand zu den Dauerbrenner-Themen Steuervereinfachung und Bürokratieabbau. 30.000 Fachkräfte und Forscher fehlten aus Sicht des DIHK bereits. (uqrl)

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