Weniger KfW-Förderungen im Jahr 2011

Fördermittel

08.02.2012 – Die KfW Bankengruppe hat im Jahr 2011 ein Gesamtfördervolumen von 70,4 Milliarden Euro erzielt – nach 81,4 Milliarden Euro im Vorjahr.

Damit steuere die KfW ihre Fördertätigkeit wieder auf einen moderaten Kurs, so die Bankengruppe: Das starke Fördervolumen 2010 sei auf die ausgeweiteten Konjunkturprogramme der Bundesregierung zurückzuführen, die Ende 2010 ausgelaufen waren.

Insgesamt habe die KfW 2011 Finanzierungszusagen an Unternehmen, Kommunen und Privatpersonen in Deutschland in Höhe von rund 51 Milliarden Euro gemacht (2010: rund 64 Milliarden Euro). Deutlich zulegen konnte das internationale Geschäft mit einem Zusagevolumen von rund 19 Milliarden Euro  (2010: 15 Milliarden Euro).

Auslaufen des KfW-Sonderprogramms Ende 2010

Das Fördervolumen der KfW Mittelstandsbank lag bei 22 Milliarden Euro – ein Rückgang von mehr als 20 Prozent gegenüber 2010. Diese Entwicklung führt die KfW auf das Ende des KfW-Sonderprogramms zum Ende 2010 zurück.

Trotzdem liege das Zusagevolumen an deutsche Mittelständler über dem erwarteten Zielvolumen von knapp 19 Milliarden Euro, was die starke Investitionstätigkeit der Unternehmen 2011 widerspiegle.

Zweigeteilte Entwicklung bei Klima- und Umweltschutzförderung

Einen Schwerpunkt der Fördertätigkeit bildete neben der Mittelstandsförderung der Umwelt- und Klimaschutz: Fast jeder dritte Euro an KfW-Fördermitteln sei 2011 in den Klima- und Umweltschutz geflossen.

KfW-Vorstandsvorsitzender Ulrich Schröder: "Hier war eine zweigeteilte Entwicklung zu beobachten: So sank einerseits die Nachfrage nach Krediten für Photovoltaikanlagen im KfW-Programm 'Erneuerbare Energien Standard' aufgrund der Reduzierung der Einspeisevergütung im Rahmen des EEG. Andererseits übertraf das Zusagevolumen im 'Umwelt- und Energieeffizienzprogramm' in Höhe von 3,2 Milliarden Euro den Vorjahreswert um mehr als das Doppelte."

BVR verlangt Einigung bei energetischer Gebäudesanierung

Dämpfend auf die Nachfrage wirkte sich laut KfW unter anderem die Diskussion über eine mögliche steuerliche Förderung der energetischen Sanierung aus. Laut dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) sollen die staatlichen Förderprogramme der KfW zur energetischen Gebäudesanierung wieder zurückgefahren werden.

Die Folge seien geringere Chancen auf eine Förderung eines Bauvorhabens beziehungsweise geringere Förderbeiträge für Bürger, die beispielsweise eine Wärmedämmung oder einer Heizungserneuerung planen.

Der BVR erwartet, dass mit der nächsten Sitzung des Vermittlungsausschusses von Bundestag und Bundesrat am 8. Februar 2012 eine zielführende Entscheidung getroffen wird, die Planungssicherheit gewährleistet. (uqrl)

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