Chinesische Geheimdienste spionieren deutsche Firmen-Computer aus

Wirtschaftsspionage

10.01.2011 - Chinesische Geheimdienste heuern Hacker an, die Computer von deutschen Behörden, Unternehmen und Forschungseinrichtungen ausspionieren.


Das berichtet die Wirtschaftswoche. Demnach hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière allein 2010 rund 1.600 Angriffe auf Behördenrechner registriert – ein Anstieg um 77 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Weit mehr als die Hälfte der Angriffe sei aus China gekommen.

Laut Wirtschaftswoche will de Maizière solche Attacken demnächst mit einem neuen Cyberabwehrzentrum abblocken.

Spezielle Vorsichtsmaßnahmen angeraten

Unternehmen würden Vorsichtsmaßnahmen angeraten, da vor allem mobile Geräte ein Ziel vieler Hacker seien. Viele deutsche Führungskräfte gingen zu sorglos mit Smartphones und Laptops um – besonders auf Geschäftsreisen.

 

Deshalb empfehle der Vizepräsident des Verfassungsschutzes, Alexander Eisvogel, dass Manager auf Auslandsreisen nur noch "nackte" Laptops mitnehmen sollten. Nackt heiße, dass keine Daten auf dem Gerät gespeichert sind.


Diese Empfehlung gelte für alle mobilen Geräte und besonders für Auslandsreisen in die "Risikoländer" China und Russland.

E-Mails und Telefonate reduzieren

Dort sollten auch E-Mails und Telefonate reduziert werden, da die Geheimdienste vor Ort sie häufig mithören bzw. mitlesen würden. 


Dies seien zwar äußerst weitreichende Vorschläge, die aber angebracht seien, so Eisvogel: China-Reisende hätten beispielsweise berichtet, dass sie unter einem Vorwand aus dem Hotelzimmer gelockt worden seien. Der Laptop sei in Abwesenheit ausspioniert worden. (uqrl)

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