09.06.2011 - 83 Prozent der deutschen Unternehmen waren 2010 von einem Datenverlust betroffen. Am häufigsten gingen Kundeninformationen verloren.
Das sind Ergebnisse der Studie "Understanding Security Complexity in 21st Century IT Environments" des Security-Dienstleisters Check Point Software Technologies und dem Marktforschungsinstitut Ponemon.
Demnach waren im vergangenen Jahr gut 77 Prozent der befragten Organisationen in den USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Japan von Datenverlust betroffen.
Allein in Deutschland hätten 83 Prozent der Unternehmen angegeben, 2010 Informationen verloren zu haben.
Folgende Daten seien in deutschen Unternehmen am häufigsten betroffen gewesen:
Eine Hauptursache für den Datenverlust liegt nach Ansicht der Befragten darin, dass IT-Equipment gestohlen wurde oder verloren gegangen sei.
Weitere Ursachen seien Netzwerkattacken, ungesicherte, mobile Endgeräte, Web 2.0- und File-Sharing-Anwendungen – und das versehentliche Versenden von E-Mails an den falschen Empfänger.
Die Unternehmen trauten den Mitarbeitern nicht zu, sorgsam genug mit den Firmendaten umzugehen: Die Befragten hätten angegeben, dass durchschnittlich knapp die Hälfte ihrer Mitarbeiter wenig bis überhaupt kein Bewusstsein für Themen wie Datensicherheit, Compliance und Sicherheitsrichtlinien habe.
Das Thema Datensicherheit stehe bei den IT-Sicherheitsverantwortlichen ganz oben auf der Prioritätenliste, meint Jörg Kurowski von Check Point Software Technologies:
"Wenn wir uns aber die Ursachen für Datenverlust anschauen, sehen wir, dass der Großteil der Vorfälle ohne Absicht passiert. Um Datenverlust nicht länger nur erkennen, sondern pro-aktiv verhindern zu können, sollten die Unternehmen daher auf eine verstärkte Sensibilisierung und Einbeziehung ihrer Mitarbeiter setzen und gleichzeitig die dazugehörigen Prozesse etablieren, so dass die Datenbestände insgesamt transparenter und besser kontrollierbar sind." (uqrl)