19.01.2012 – Zu den wichtigsten Hightech-Themen des Jahres 2012 zählen Cloud-Computing, mobiles Computing, IT-Sicherheit und Social Media. Warum diese Themen für Mittelständler eine Rolle spielen, lesen Sie hier.
Das geht aus einer Umfrage des Hightech-Verbandes Bitkom in der Informations- und Telekommunikationstechnologie-Branche (ITK-Branche) hervor.
Das Ranking der sechs wichtigsten Hightech-Trends des Jahres 2012 im Überblick:
Beim Cloud Computing erfolgt die Nutzung von IT-Leistungen nach Bedarf über Datennetze (in der "Wolke") anstatt auf lokalen Rechnern. Neben großen Anbietern von Software für Unternehmen wie SAP, IBM oder Oracle entwickeln auch viele spezialisierte Software-Häuser Cloud-Anwendungen.
Die Nutzer profitieren von einem zunehmenden Wettbewerb. Nach Bitkom-Schätzung wird sich der Umsatz mit Cloud-Services für Privat- und Geschäftskunden bis zum Jahr 2015 in Deutschland auf rund 13 Milliarden Euro mehr als verdreifachen.
Smartphones sind inzwischen weit verbreitet, jetzt erobern Tablet Computer den Massenmarkt. Sie müssen sicher und zuverlässig in die unternehmenseigenen IT-Systeme eingebunden werden.
Stärker als bisher müssen die Unternehmen dabei auf die Wünsche ihrer Mitarbeiter eingehen: Mitarbeiter geben Nutzungsgewohnheiten aus dem privaten Umfeld nur ungern auf und verwenden zunehmend auch privat angeschaffte Geräte.
Die Themen Hacker-Angriffe und Datenschutz bekommen durch das Cloud Computing noch größere Bedeutung. Unternehmen, staatliche Stellen und Privatanwender sind stärker denn je gefordert, ihre IT-Systeme zu schützen. Die ITK-Industrie entwickelt dafür Lösungen.
Social-Media-Tools finden Eingang in den Alltag von Unternehmen und Behörden. Sie nutzen unter anderem Blogs, Wikis, Kurznachrichtendienste oder soziale Online-Netzwerke für die externe und interne Kommunikation.
Dafür müssen sie die technischen und organisatorischen Voraussetzungen schaffen. Laut einer Bitkom-Umfrage beschäftigen bereits zehn Prozent der Unternehmen in Deutschland eigene Mitarbeiter, die für die Kommunikation im Social Web zuständig sind.
Unter dem Stichwort Big Data wird das Verarbeiten enormer Datenmengen bezeichnet, die bei privaten Rechnern, in Unternehmen, in öffentlichen Verwaltungen oder in der Wissenschaft anfallen. Große Datenmengen erfordern eine intelligente Analyse und Aufbereitung von Informationen – jenseits der herkömmlichen Technologien.
Dafür kommen Business-Intelligence-Systeme zum Einsatz, die schnell komplexe Sachverhalte erfassen, darstellen und dabei verschiedene Formate und Inhalte (Texte, Fotos, Videos) in ihre Analyse mit einbeziehen.
Im Zuge der Energiewende ist der Aufbau intelligenter Stromnetze (Smart Grids) stärker in den Blickpunkt gerückt. Smart Grids ermöglichen den Umstieg auf erneuerbare Energien, indem sie den Stromverbrauch an die schwankende Erzeugung von Wind- und Sonnenstrom anpassen und dessen Verteilung steuern.
Dafür kommen spezielle ITK-Lösungen zum Einsatz. Mit intelligenten Stromzählern (Smart Meter) kann zudem der Stromverbrauch exakt gemessen und der Bedarf besser vorhergesagt werden.
(uqrl)