Drei Spam-Beispiele für E-Mail-Nutzer

IT-Sicherheit

17.06.2011 - Online-Kriminelle haben mehrere Tricks auf Lager, um Opfer mit Spam-Mails in die Falle zu locken. Drei Spam-Beispiele finden Sie hier.

Der IT-Sicherheitsdienst G Data SecurityLabs hat in dem Whitepaper "Gefährliche E-Mails" die gängigsten Spammer-Tricks und die Vorgehensweise der Betrüger detailliert zusammengefasst.

Schad-Links oder Dateianhänge niemals öffnen

Die Tricks der Betrüger reichen demnach von Benachrichtigungen zu notwendigen Account-Aktualisierungen für soziale Netzwerke oder für Online-Banking, über angebliche Rabatt-Aktionen bis hin zu vermeintlichen Stellenangeboten. 


Rund 83 Prozent des weltweiten E-Mail-Verkehrs sei Spam, so Ralf Benzmüller, IT-Sicherheitsexperte und Leiter der G Data SecurityLabs: "Früher haben die Betrüger überwiegend auf mit Schadcode verseuchte Dateianhänge gesetzt. Heute enthalten die Mails oft Links, die Opfer unter einem Vorwand auf eine gefährliche Webseite locken. Die Zahl gefährlicher E-Mails ist unübersehbar. Die meisten arbeiten aber mit einer kleinen Anzahl an Tricks. Wer diese Betrugsmaschen kennt, erkennt sie sofort – auch wenn der Spamfilter einmal versagt hat."

Drei Beispiele für Spam

G Data gibt drei Beispiele für kriminelle Maschen bei E-Mails:

1. Unregelmäßigkeiten

Bei einem Benutzerkonto des Opfers, zum Beispiel in einem soziales Netzwerk, im Online Banking oder in einem Online Shop, soll es angeblich zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein.


Der Nutzer wird in der E-Mail aufgefordert, seine Zugangsdaten sofort auf einer Webseite einzugeben, zu der ein Link in der Nachricht enthalten ist. Komme er dieser Aufforderung nicht nach, werde das Nutzerkonto sofort gesperrt.


Die eingefügte URL führt den Anwender auf eine täuschend echt aussehende, nachgebaute Internetseite. Die Betrüger "phishen" bei dieser Methode gezielt persönlichen Daten, insbesondere Bankdaten. 


Ein Mail-Betreff-Beispiel: "Wichtige Nachricht vom Security Center"

2. 419/Nigeria-Spam

Der E-Mail-Empfänger soll aufgrund eines Todesfalls ohne Erben oder anderen, vorgeschobenen Gründen eine größere Menge Geld bekommen.


Als einzige Voraussetzung für den Erhalt der Summe wird die Kontaktaufnahme genannt. Nach dem ersten Kontakt mit dem Betrüger soll das Opfer Gebühren bezahlen, die eine Überweisung möglich machen oder die Gebühren für Behörden, Anwälte etc. begleichen soll.


Am Ende erhält das Opfer weder die versprochene Summe, noch bekommt es die geleisteten Zahlungen zurück. 


Mail-Betreff-Beispiel: "DRINGEND!"

3. "Schau mal hier"-Masche

Die Kriminellen preisen hier vermeintlich peinliche oder skandalöse Bilder und Videos, beispielsweise von Prominenten oder zu aktuellen Ereignissen an. Die Mail enthält entweder einen infizierten Ahang oder einen Link zu einer verseuchten Webseite.


Der Schadcode, mit dem der Nutzer seinen Computer infiziert, kann u.a. den PC in ein Botnetz einbinden, oder Passwörter und sensible Daten ausspähen.


Mail-Betreff-Beispiel: "Bilder des toten Osama Bin Laden"

Kostenloses Whitepaper zu E-Mails und Spam

Den Link zum Whitepaper "Gefährliche E-Mails" finden Sie unter dieser Meldung. (uqrl)

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