18.01.2011 - 2010 haben 29 Prozent der deutschen Unternehmen offene Stellen in Online-Communitys wie Facebook, StudiVZ oder Xing veröffentlicht.
Das geht aus einer Umfrage unter 1.500 Unternehmen des Hightech-Verbandes Bitkom hervor. Demnach setzten 2009 nur zwölf Prozent der deutschen Unternehmen auf Online-Netzwerke bei der Mitarbeitersuche.
Besonders die großen Unternehmen nutzten das Web 2.0: 58 Prozent der Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern veröffentlichten 2010 Stellenanzeigen in sozialen Netzwerken. Bei kleinen und mittelständischen Firmen seien es dagegen nur 29 Prozent gewesen.
Unterschiede zeigen sich laut Bitkom auch bei den Branchen: Bereits 41 Prozent der befragten ITK-Unternehmen nutzten das Web 2.0 bei der Personalsuche, aber nur 16 Prozent der Baufirmen.
Die Möglichkeiten bei der Mitarbeitersuche über Online-Netzwerke seien zahlreich, so der Bitkom: Viele Personalabteilungen veröffentlichten beispielsweise eigene Profile zu Karrierethemen.
In diesen Profilen fänden die Bewerber neben Stellenanzeigen zum Beispiel Veranstaltungshinweise, Videos mit Informationen zum Arbeitgeber oder eine Pinnwand für Fragen oder Meinungsaustausch.
Laut Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer sei genau das die Stärke der sozialen Online-Netzwerke: "Unternehmen sollten potenziellen Bewerbern einen einfachen, direkten Kontakt ermöglichen."
Die wichtigsten Medien bei der Mitarbeitersuche blieben jedoch Online-Stellenbörsen wie Stepstone oder Monster: 71 Prozent der Unternehmen veröffentlichten hier Stellenanzeigen.
Zwei Drittel nutzten außerdem die eigene Internetseite und 55 Prozent schalteten nach wie vor Stellenanzeigen in Printausgaben von Zeitungen.
Viele Firmen suchten neues Personal auch in fachbezogenen Medien: Fast jede vierte Firma nutze branchenspezifische Online-Jobbörsen, jede fünfte Print-Fachmagazine für die Mitarbeitersuche. (uqrl)