Fast drei von vier Unternehmen erledigen Behördenangelegenheiten elektronisch

Verwaltung

16.02.2012 – Im Jahr 2010 erledigten 73 Prozent der deutschen Unternehmen mit Internetzugang ihre Behördenangelegenheiten online – 20 Prozent mehr als 2009.

Das meldet das Statistische Bundesamt (Destatis). Demnach kommunizieren vor allem kleinere Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten immer häufiger auf elektronischem Wege mit der öffentlichen Verwaltung: Ihr Anteil stieg von 49 Prozent 2009 auf 72 Prozent 2010.

Bei den Unternehmen mit zehn und mehr Beschäftigten sei E-Government allerdings noch stärker verbreitet: Im Jahr 2010 nahmen bereits 82 Prozent dieser Unternehmen elektronische Verwaltungsdienste in Anspruch.

Unternehmen nutzten das Internet häufig, um Behörden Daten zuzusenden: 2010 meldeten 57 Prozent aller Unternehmen mit Internetanschluss ihre sozialversicherungsrelevanten Daten elektronisch, 49 Prozent ihre Umsatz- und 25 Prozent ihre Körperschaftsteuererklärung.

Noch viele Hürden beim E-Government

Auch wenn die Akzeptanz elektronischer Verwaltungsdienste bei Unternehmen insgesamt gestiegen ist, seien noch nicht alle Barrieren und Bedenken beseitigt: 37 Prozent der Unternehmen gaben an, dass nach wie vor die persönliche Anwesenheit oder eine handschriftliche Signatur im Briefverkehr erforderlich sei.

Fast ebenso viele Unternehmen nutzten elektronische Verwaltungsdienste aufgrund von Sicherheitsbedenken nur eingeschränkt. Drei von zehn Unternehmen nannten fehlendes Wissen als Hinderungsgrund. Einem Viertel der Unternehmen waren die E-Government-Angebote zu zeitaufwändig oder zu kompliziert. (uqrl)

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