Festplattenpreise steigen nach Thailand-Hochwasser um 80 Prozent

Hardware

14.11.2011 – Seit Anfang September sind die Preise für die Speicherlaufwerke in Deutschland um durchschnittlich 80 Prozent gestiegen. Der Grund: das Hochwasser in Thailand.

Das berichtet der Hightech-Verband Bitkom. In Thailand werden demnach mehr als ein Drittel aller weltweit hergestellten Computer-Festplatten produziert.

Lieferkette durch Hochwasser gestört

Neben den Herstellern selbst seien in Thailand zahlreiche Zulieferbetriebe ansässig, die Komponenten auch in andere Länder liefern. Das Hochwasser hat laut Bitkom viele Fabriken unter Wasser gesetzt und beeinträchtigt die Verkehrswege massiv.

Nun sei die Lieferkette für die PC-Komponenten gestört. Die Folge: Nach Schätzungen von Marktforschern werden die Anbieter im vierten Quartal weltweit etwa ein Viertel weniger Festplatten ausliefern als in den Vorquartalen.

"Die Liefersituation bei Festplatten bleibt angespannt", sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. "Die Hersteller arbeiten intensiv daran, ihre Fabriken wieder in Betrieb zu nehmen und die Produktionskapazitäten an anderen Standorten hochzufahren."

Kurzfristige Preisbewegungen bei Computern erwartet der Verband jedoch nicht. Rohleder: "Die Computer für das Weihnachtsgeschäft sind produziert und stehen zur Auslieferung bereit."

Zur Untersuchung

Bei der Preisanalyse hat das Preisvergleichsportal guenstiger.de vom 2. September bis 9. November 2011 die Preise von 300 Festplatten-Modellen von mehr als 3.500 Online-Händlern ermittelt. Darüber hinaus sind die Preise von rund 30.000 stationären Ladengeschäften gelistet.

Betrachtet wurden laut Bitkom interne und externe Speicherlaufwerke der Hersteller Hitachi, Samsung, Seagate, Toshiba und Western Digital, die den Großteil des Marktes ausmachen. (uqrl)

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