15.08.2011 – Aktuell grassiert gefälschte Antiviren-Software, bei der Anwender für einen vermeintlich schnellen Viren-Schutz 35 bis 50 Euro bezahlen sollen.
Vor der so genannten Scareware warnt das Sonderheft "c't kompakt Security" in der Ausgabe vom 15. August 2011. Demnach sind zuerst schrille Warnmeldungen zu sehen, bevor PC-Nutzer dazu aufgefordert werden, per Mausklick eine angebliche Schutz-Software zu installieren.
Für die Vollversion der Software müssen Anwender laut c't per Kreditkarte 35 bis 50 Euro bezahlen, was dem Preis legitimer Antiviren-Programme entspricht. Nach dem Bezahlen würden die Warnmeldungen vom PC wieder verschwinden. Mit dieser Masche verdienten Betrüger Millionen.
C't warnt davor, dass professionelle Scareware bereits vorhandene Schutzprogramme ausschalten kann.
Die Scareware sei für reguläre Antiviren-Software schwer zu erkennen. Der Grund: Sie verhalte sich nicht wie die übliche Schad-Software. Weder versende sie Spam, noch spioniere sie Passwörter aus.
Auch die rechtliche Lage sei schwierig, weil die Anwender die Software freiwillig installieren und die Geschäftsbedingungen akzeptieren. Die Scareware nutzt laut c't außerdem eine weitere Grauzone, weil die Software nicht komplett wirkungslos sei: Es würden auch legale Elemente eigentlich kostenloser Antiviren- Software eingebaut, die echte Viren entdecken und entfernen.
Anwender sollten die gefälschte Schutz-Software auf keinen Fall installieren. Im c't-Sonderheft geben Experten Tipps zur Entfernung der Scareware. Wer bereits gezahlt habe, sollte seine Kreditkarte sperren und neu ausstellen lassen, um weitere Abbuchungen zu verhindern. (uqrl)