05.08.2011 – Vorsicht bei Geldüberweisungen nach China: Immer mehr deutsche Unternehmen sind davon betroffen, dass Hacker chinesische Zahlungsanforderungen fälschen.
Auf diese bundesweite Betrugsmasche weist die Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) hin.
IHK-Rechtsreferent Dominik Lengeling erläutert das Vorgehen der Hacker: "Bei dieser Betrugsserie verschaffen sich Hacker Zugang zu den E-Mails von chinesischen Lieferanten und fangen so Rechnungen an deren Kunden in Deutschland ab. Danach ändern die Betrüger die Bankverbindung und leiten die Zahlungsanforderung an die eigentlichen Empfänger weiter."
Laut IHK Siegen fällt der Betrug häufig erst nach der Überweisung der Rechnungssumme auf, wenn der chinesische Lieferant die Zahlung anmahnt, die bei ihm nicht angekommen ist. Das Geld sei meist verloren.
Laut Lengeling empfehlen die Büros der Deutschen Auslandshandelskammern in China, chinesische Zahlungsaufforderungen per E-Mail genau zu prüfen: "In Zweifelsfällen sollten Unternehmen unbedingt vor der Zahlung nochmals den Eingang der Rechnung und Details der Rechnung vom Geschäftspartner in Fernost telefonisch bestätigen lassen."
Betroffene sollten sich bei ihrer zuständigen IHK melden oder bei den Büros der Deutschen Auslandshandelskammern in China Hilfe suchen. Generell mahnt die IHK Siegen zur Vorsicht bei Rechnungen per E-Mail, denn Nachahmungen anderer Hackergruppen seien nicht auszuschließen. (uqrl)