19.12.2011 - Die größten Social-Media-Muffel kommen aus Mecklenburg-Vorpommern: Hier nutzt nur jeder zweite Internetnutzer Facebook, Twitter oder andere soziale Plattformen.
Das ist das Ergebnis der Studie "Social Media-Atlas 2011" der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und dem Marktforscher Toluna in Kooperation mit dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung. Für die Studie "Social Media-Atlas 2011" mehr als 4.200 deutsche Internetnutzer zum Thema "Social Media" befragt.
Spitzenreiter im Bundesländervergleich ist demnach Rheinland-Pfalz: Hier haben die meisten Internetnutzer die Social Media-Welt für sich entdeckt (73 Prozent).
Das Ranking der Bundesländer im Überblick:
1. Rheinland-Pfalz: 73 Prozent
2. Baden-Württemberg: 70 Prozent
3. Saarland: 70 Prozent
4. Niedersachsen: 69 Prozent
5. Nordrhein-Westfalen: 66 Prozent
6. Sachsen-Anhalt: 66 Prozent
7. Hessen: 65 Prozent
8. Bayern: 65 Prozent
9. Hamburg: 63 Prozent
10. Berlin: 62 Prozent
11. Bremen: 59 Prozent
12. Thüringen: 58 Prozent
13. Schleswig-Holstein: 54 Prozent
14. Brandenburg: 54 Prozent
15. Sachsen: 53 Prozent
16. Mecklenburg-Vorpommern: 52 Prozent
Insgesamt sind laut Faktenkontor 64 Prozent der Internetnutzer in Deutschland mittlerweile in Social Media-Netzen wie Facebook, Xing, StudiVZ oder Twitter aktiv.
Ein weiteres Ergebnis der Studie: Bei knapp jedem vierten Social Media-Nutzer hat eine Empfehlung aus dem privaten Netzwerk schon einmal zum Kauf eines Produkts geführt. Bei den 14- bis 29-Jährigen sei es sogar knapp jeder Dritte.
Insgesamt vertrauen gut zwei Drittel der Nutzer den Informationen, die von den persönlichen Kontakten stammen. Anders bei Informationen der kommerziellen Anbieter: Nur 22 Prozent gaben in der Studie an, hohes Vertrauen in Meldungen von Unternehmen zu haben.
Auf der anderen Seite habe Werbung auf Social Media-Seiten bei gut einem Fünftel der User schon mal zum Kauf eines Produkts geführt.
Die Hälfte der befragten Social Media-Nutzer versuche allerdings, Werbung in den Netzwerken, Videoportalen, Blogs und Co. zu ignorieren – und vier von zehn Usern seien von den Anzeigen regelrecht genervt.
Ein Grund für diese Abwehrhaltung: Die Mehrheit fühlt sich von der Werbung laut Studie nicht angesprochen. (uqrl)