Jeder zehnte Euro im Einzelhandel wird 2011 online ausgegeben

Konsum

22.02.2011 - Der Onlinehandel wird 2011 zehn Prozent des Einzelhandelsumsatzes ausmachen. Bis 2020 soll sogar jeder fünfte Euro in den Onlinehandel fließen.


Das prognostiziert das eWeb-Reseach-Center der Hochschule Niederrhein, berichtet das Portal internetworld.de.

Food-Bereich fließt nicht in Prognose ein

Die Zahlen würden allerding nur für den Non-Food-Bereich gelten, der 2010 rund 211 Milliarden Euro erwirtschaftet habe: Den Forschern zufolge eigne sich der Food-Bereich nicht für den Onlinehandel. 


Der Gesamtumsatz im Einzelhandel habe 2010 rund 392 Milliarden Euro betragen. Gehe man vom Gesamtumsatz aus, liege der Anteil des Onlinehandels lediglich bei 4,7 Prozent.


Betrachte man aber nur den Non-Food-Bereich, habe der Anteil der Online-Umsätze im Einzelhandel 2010 bei 8,6 Prozent gelegen – und werde sich auch bei konservativer Prognose 2011 auf mehr als zehn Prozent erhöhen.

Bücher, CDs und DVDs häufig übers Internet verkauft

Bücher, CDs und DVDs würden mit 16 Prozent am häufigsten online verkauft, gefolgt von Bekleidungsartikeln und Schuhen mit zwölf Prozent. 


Ein Zehntel der deutschen Computer und des Zubehörs werde im Internet gekauft. Weniger etabliert sei der Onlinehandel bei Hobby- und Freizeitartikeln sowie bei Haushaltswaren.

Alle Verkaufskanäle zur Kundenbindung nutzen

Laut Gerrit Heinemann vom eWeb-Research-Center der Hochschule Niederrhein hätten Multichannel-Händler zukünftig die besten Chancen, Kunden zu gewinnen.


Ihr Vorteil: Sie bedienten die Kunden auf allen Kanälen, ob im Internet oder in der Filiale: "Das große Potenzial des Einzelhandels liegt im Cross-Channel-Management, also der Verzahnung der Verkaufskanäle." (uqrl)

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