19.10.2011 - Bei der Auswahl neuer Mitarbeiter informiert sich gut die Hälfte aller Unternehmen im Internet über Bewerber.
Das ergibt eine Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom unter 1.500 Geschäftsführern und Personalverantwortlichen. Im Vergleich zur Befragung im Vorjahr sei der Anteil leicht um drei Prozentpunkte gestiegen.
Laut der Umfrage nutzen 49 Prozent der Firmen Internet-Suchmaschinen, um Informationen über Bewerber zu gewinnen. Ein Fünftel (21 Prozent) recherchiere in sozialen Online-Netzwerken, die einen beruflichen Schwerpunkt haben, zum Beispiel Xing oder LinkedIn.
19 Prozent aller Unternehmen suchen der Umfrage zufolge auch in sozialen Online-Netzwerken wie Facebook oder StudiVZ, die eher für die Kontaktpflege im privaten Umfeld genutzt werden.
Laut Bitkom ist es rechtlich zulässig, im Internet nach Bewerbern zu suchen. Jedoch werde seit längerer Zeit ein Gesetz der Bundesregierung zum Mitarbeiterdatenschutz parlamentarisch beraten, das auch diesen Punkt regeln soll.
Diesem Gesetzentwurf zufolge soll die Recherche über Bewerber künftig nur noch mit Suchmaschinen sowie in sozialen Online-Netzwerken mit eindeutig beruflichem Charakter erlaubt sein, so der Bitkom.
Die Online-Suche nach Informationen mit eher privatem Charakter hätte dann zu unterbleiben. Das neue Datenschutzgesetz für Beschäftigte müsse noch den Bundestag passieren und könnte 2012 in Kraft treten. (uqrl)