Viren im Smartphone abwehren

Schadprogramme

03.02.2011 - Das Smartphone wird ein immer beliebteres Ziel für Hacker und Internetkriminelle. Die wichtigsten Antworten rund um Schadprogramme im Smartphone finden Sie hier.


Laut dem Portal faz.net wird 2011 voraussichtlich jedes dritte verkaufte Mobiltelefon ein Smartphone sein. Die Gefahr durch Internetkriminelle und Hacker sei bisher gering gewesen – Schädlinge seien jedoch schon aufgetaucht.

Damit Besitzer besser vorbeugen können, beantwortet faz.net die wichtigsten Fragen zu Schädlingen im Smartphone: 


1. Sind Smartphones überhaupt durch Viren oder Angriffe von außen gefährdet?
Smartphones sind kleine Computer. Deshalb können sie angegriffen, ausspioniert oder gekapert werden.


Bislang gibt es allerdings kaum Schadprogramme für die Multimedia-Handys. Der Grund ist der hohe Aufwand für Virenprogrammierer durch die unterschiedlichen Betriebssysteme wie das iPhone-System iOS, Android von Google oder Windows Phone 7 von Microsoft. Trotzdem ist schädliche Software für Smartphones bereits aufgetaucht.


2. Welche Gefahren drohen meinem Smartphone?
Die Gefahren sind ähnlich wie bei Computern: Schädlinge können Daten ausspionieren, Identitäten und Passwörter abgreifen. Auch können sie zumindest teilweise das Kommando über Smartphones übernehmen.


Besonders heikel sind die Telefon- und SMS-Funktion sowie die häufig eingebaute Satellitennavigation. Einige Schädlinge haben beispielsweise kostenpflichtige SMS versandt oder den Standort von Telefonen per GPS durchgegeben. Auch die Kontakte können abgegriffen werden.


3. Was kann ich tun, um mein Smartphone zu schützen?

Die Auswahl an Anti-Viren-Programmen und Firewalls für Smartphones ist gering. Trotzdem bieten die meisten großen und kleinen Hersteller schon Schutzsoftware in Form von Apps an – also in Form von Miniprogrammen, die sich direkt auf dem Smartphone installieren lassen. 


Häufig sind die Programme kostenlos. Nützlich sind die Apps vor allem, wenn sie Funktionen beim Verlust von Smartphones bieten.


4. Was muss ich bei Apps beachten?
Ein Tabu sind unbekannte Quellen – das ist auf den Smartphones aber meist sowieso standardmäßig deaktiviert. Außerdem fordern Apps bei der Installation bestimmte Rechte an. Nutzer sollten stutzig werden, wenn etwa ein Spiel Zugriff auf SMS oder GPS verlangt.


Beim iPhone und bei Android-Handys werden die App-Angebote von Apple und Google zentral auf schädliche Apps kontrolliert – und bei Verdacht meist schnell aus dem Angebot entfernt.


5. Wie kann ich mich für den Fall des Verlusts meines Smartphones schützen?
In der Londoner U-Bahn gehen mehr Smartphones als Regenschirme verloren. Mit dem Telefon gehen Daten verloren – und befinden sich dann vielleicht sogar in der Hand eines unehrlichen Finders.


Smartphones sollten daher unbedingt mit einem Code gesperrt werden, zusätzlich zur Geheimnummer der SIM-Karte. Manche Telefone besitzen auch spezielle Funktionen, mit denen sich das Telefon orten oder sperren lässt und mit denen die Daten darauf gelöscht werden können. Auch Virenschutz-Programme bieten diese Funktion häufig zusätzlich. (uqrl)

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