Zwei von drei Angestellten nutzen eigene IT-Geräte am Arbeitsplatz

Umfrage

10.02.2012 – 67 Prozent der deutschen Angestellten verrichten berufliche Aufgaben zumindest gelegentlich mit dem eigenen Handy oder Computer.

Das zeigt eine internationale Umfrage des Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleisters Accenture. Demnach arbeiten 56 Prozent gelegentlich mit dem eigenen PC, 53 Prozent mit dem eigenen Laptop und 36 Prozent mit ihrem Smartphone.

Verglichen mit Angestellten in anderen Ländern seien deutsche Arbeitnehmer sogar zurückhaltend: Laut der Befragung nutzen durchschnittlich 72 Prozent der Befragten aus 19 Ländern ihre eigenen Geräte – 45 Prozent arbeiteten mit PCs, 36 Prozent mit Laptops und 28 Prozent mit Smartphones.

Privater Austausch per E-Mail und MSN

Die Studie zeigt außerdem, dass Angestellte Privates und Berufliches nicht nur bei den Geräten vermischen:

  • 28 Prozent der Befragten in Deutschland haben schon beruflich ihr Webmail-Konto wie Hotmail genutzt (alle Länder: 57 Prozent).
  • 19 Prozent der deutschen Befragten tauschen sich mit Kollegen und anderen beruflichen Kontakten per Instant Messaging-Diensten wie MSN aus (alle Länder: 45 Prozent).
  • 18 Prozent kommunizieren mit Kollegen, Kunden und Geschäftspartnern über Social Networks (alle Länder: 29 Prozent).

Mehr Freiheit bei der IT sorgt für mehr Motivation

Der Grund für diese Arbeitsweise: 58 Prozent der Befragten in Deutschland sagten "Mit privaten Geräten und Software zu arbeiten macht mehr Spaß" (alle Länder: 58 Prozent).

Jeder zweite deutsche Befragte gab außerdem an, dass die eigenen Geräte und Programme moderner und technisch auf einem neueren Stand seien als die des Arbeitgebers (alle Länder: 45 Prozent).

Mehr Freiheit bei der IT-Ausstattung wirke sich positiv auf die Mitarbeiterzufriedenheit aus, so die Studie. Für jeden fünften Befragten in Deutschland sei die neueste Technik am Arbeitsplatz sogar ein wichtiges Kriterium bei der Arbeitgeberwahl (alle Länder: jeder dritte).

Gefährliche Vermischung von Privatem und Beruflichem

Aus Sicht von Accenture ist das ungesteuerte Nutzen privater Technologie für Unternehmen jedoch problematisch: Die Sicherheit von Daten und IT-Systemen sei in Gefahr.

Außerdem könnten Arbeitsabläufe und die Zusammenarbeit darunter leiden - beispielsweise, wenn sich einige Mitarbeiter über soziale Netzwerke austauschen, andere hingegen auf die 'traditionellen' elektronischen Medien setzen.

Jedoch seien Verbote kein wirksamer Schutz: 18 Prozent der Befragten gaben in der Studie an, sich über entsprechende Vorschriften hinweg zu setzen und mit den Dingen zu arbeiten, die sie als sinnvoll für ihre Arbeit erachten. (uqrl)

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