31.12.2010 - Die durch DVDs ersetzte Videokassette ist ein populäres Opfer des Fortschritts. Welchen Technologien ein ähnliches Schicksal blüht, lesen Sie hier.
Laut dem Magazin Wirtschaftswoche hat eine Exklusiv-Studie der Leipziger Denkfabrik 2b Ahead herausgefiltert, welche 20 Technologien das Jahr 2020 höchstwahrscheinlich nicht überleben werden.
Mittelstanddirekt.de hat die zwölf bedeutsamsten Opfer des Fortschritts herausgegriffen:
1. CD, DVD, Blu-Ray
Klassische Datenträger verschwinden. Der Grund: Software und Inhalte werden künftig direkt aus dem Internet gezogen. Schon heute haben zahlreiche neue Computer kein Laufwerk mehr.
2. Analoges Fernsehen
Künftig werden sich Zuschauer ihr Fernsehprogramm individuell im Internet zusammenstellen. Der Grund: Die Datenmengen hochauflösender Bilder lassen sich nur noch komprimiert übertragen. Das analoge Antennenfernsehen ist bereits seit Jahren abgeschaltet.
3. Schlüssel
Schlüssel aus Metall verlieren an Bedeutung. Künftig entriegeln Menschen ihr Auto per Knopfdruck. Möglicherweise wird der elektronische Schlüssel auch in das Handy integriert. Es könnte auch als Assistent fungieren, der etwa Fahrzeugdaten speichert.
Auch Hausschlüssel aus Metall haben ausgedient: Die Haustür könnte künftig über eine Gesichtsfelderkennung oder per Fingerabdruck geöffnet werden.
4. PIN-Nummern
Fingerabdruck oder Retina-Scan mit hohem Sicherheitsstandard lösen die unmerkbaren PIN-Nummern ab. So erhalten Menschen in Zukunft auch Zugang zu Gebäuden oder passieren Grenzkontrollen.
5. Fahrkartenautomaten
Kleingeld wird für den Ticket-Kauf nicht mehr benötigt: Fahrkarten kaufen die Nutzer bargeldlos über das Handy.
6. Kreditkarten
Das Bezahlen per Handy wird Standard. Bereits heute testet Mastercard Funkchips, die das mobile Bezahlen möglich machen sollen.
7. Festnetztelefon
Schon heute kommunizieren viele Menschen lieber per Facebook oder via E-Mail. Festnetztelefone und Faxgeräte werden aus dem Alltag der Menschen verschwinden. Außerdem sinken die Kosten für Mobilfunktelefonate und immer mehr Menschen nutzen Internettelefonie.
8. Festplatten
Schon heute ersetzt im Macbook Air von Apple ein bis zu 128 Gigabyte großer Flash-Speicher die magnetische Festplatte. In MP3-Playern wie dem iPod haben Flashspeicher die Festplatten längst verdrängt – bis 2020 werden fast alle anderen Endgeräte folgen.
9. Preisschilder
Schon in wenigen Jahren werden viele Produkte mit aufgedruckten Funketiketten ausgeliefert, den so genannten RFID-Chips. Die künftigen Einkaufswagen lesen und berechnen den Preis der Waren und zeigen sie automatisch an.
Ein schöner Nebeneffekt: Das Warten an der Kasse könnte ein Ende haben, wenn die Kunden beim Verlassen des Einkaufsladens automatisch die Rechnung erhalten.
10. Tastatur und Maus
Bei Kundenterminals oder an Bankautomaten gehört der berührungsempfindliche Bildschirm schon heute zum Alltag. Tastatur und Maus verlieren mit diesem Fortschritt an Bedeutung. Außerdem hält die Sprachsteuerung in immer mehr Alltagsgeräten Einzug.
11. Briefe und Briefmarken
Schon heute versenden Menschen massenhaft E-Mails, SMS und Multimedia-Meldungen. In Zukunft dürfte der klassische Brief auch im Geschäftsverkehr keine Bedeutung mehr haben – er könnte zum teuren Premium-Produkt werden.
12. Facebook
Fast unvorstellbar: Das soziale Netzwerk Facebook könnte bis 2020 verschwinden. Der Grund: Facebook-Nutzer müssen aktiv und mit hohem Aufwand etwa Freunde auswählen, bestätigen und verwalten, um einen Informationsfluss zu generieren.
In Zukunft muss der Nutzer so etwas nicht mehr aktiv steuern: Intelligente Assistenzsysteme stellen den individuellen Informationsfluss auf der Basis der Freunde und Kontakten automatisch zusammen. Auch Stimmungen, Emotionen, Aussagen und Bewegungen in der jeweiligen Situation könnten erkannt und dem Informationsstrom angepasst werden – ohne eine Plattform. (uqrl)