10.01.2011 - 2010 hat die EU-Kommission fast doppelt so viele Bußgelder von Kartellsündern verlangt wie 2009.
Das habe die Anwaltskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer errechnet, berichtet das Handelsblatt.
Demnach verhängte die EU-Kommission 2010 mehr als 3,05 Milliarden Euro Bußgeld wegen illegaler Absprachen gegen Unternehmen.
Beispiele aus dem Jahr 2010 seien etwa elf Fluggesellschaften wegen Preisabsprachen im Frachtgeschäft und ein Speicherchip-Kartell, darunter der Münchener Hersteller Infineon.
Die Anwaltskanzlei gehe davon aus, dass 2011 noch mehr Strafgelder von Unternehmen gezahlt werden müssen.
Ein Grund sei die bessere grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Kartellbehörden. (uqrl)