Fast 25.000 Euro öffentliche Schulden je Einwohner

Schuldenstatistik

28.09.2011 – Rein rechnerisch haben die Schulden des öffentlichen Gesamthaushalts jedem Deutschen 2010 eine durchschnittliche Schuldenlast von 24.904 Euro aufgebürdet.

Das meldet das Statistische Bundesamt Destatis. Demnach waren Bund, Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände sowie die gesetzliche Sozialversicherung zum Jahresende 2010 mit insgesamt 2.035,9 Milliarden Euro verschuldet.

Bund hat am meisten Schulden

Der größte Anteil öffentlicher Schulden entfiel laut Destatis mit 16.048 Euro je Einwohner auf den Bund, gefolgt von den Ländern mit 7.339 Euro je Einwohner.

Der Anteil öffentlicher Schulden von Gemeinden und Gemeindeverbänden habe bei 1.628 Euro je Einwohner der Flächenländer gelegen. Auf die gesetzliche Sozialversicherung sei ein Anteil von sieben Euro je Einwohner entfallen.

Schuldenstatistik wurde überarbeitet

Destatis zufolge wurde die jährliche Schuldenstatistik vollständig überarbeitet, da sie an Vorgaben der Europäischen Union angepasst werden sollte. Beispielsweise seien erstmals die Schulden der gesetzlichen Sozialversicherung einschließlich der Bundesagentur für Arbeit eingearbeitet worden.

Außerdem habe sich die Gläubigerstruktur geändert: Im Schuldenstand habe man ausschließlich Schulden beim nicht-öffentlichen Bereich betrachtet – und hier alle Wertpapierschulden sowie die Kredite und Kassenkredite nachgewiesen.

Bislang sei die Schuldenstatistik am Haushaltsrecht ausgerichtet gewesen. Daher zählten zum Gläubigerkreis auch Kredite bei öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen wie der öffentlichen Zusatzversorgung.

Für die Wertpapierschulden und Kredite des öffentlichen Gesamthaushaltes beim nicht-öffentlichen Bereich seien Vergleiche mit dem Vorjahresstand möglich: Zum 31. Dezember 2010 gegenüber dem 31. Dezember 2009 stiegen die Schulden laut Destatis insgesamt um 20,3 Prozent. (uqrl)

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