Geplante EU-Zollreform belastet Unternehmen

Export

02.02.2012 - Deutschen Exportunternehmen droht erheblicher Mehraufwand durch die Modernisierung des EU-Zollkodexes.

Wie das Magazin Wirtschaftswoche berichtet, müssten Zollbehörden künftig jeden Im- und Exportvorgang einzeln freigeben, auch wenn es sich um Tausende gleichartige Vorgänge eines Unternehmens handelt. Das gehe aus dem jüngsten Entwurf der EU-Kommission für eine entsprechende Durchführungsverordnung hervor, der der Wirtschaftswoche vorliegt.

Bisher habe der Zoll die Freigabe häufig im Nachhinein erteilt, um den Firmen lange Wartezeiten zu ersparen.

"Immenser" Mehraufwand durch EU-Vorschläge

Außerdem wolle die EU-Kommission Unternehmen verpflichten, eine zolleigene IT einzuführen. In der Praxis entstünde auch hier Mehraufwand, weil etwa im Flugverkehr bisher eine Gesamtliste, ein sogenanntes Manifest, als Zolldokument ausreichte.

Auch sollen Freigrenzen für Kleinstsendungen entfallen, die heute mündlich angemeldet werden.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie fürchtet "immensen" Mehraufwand. Von den jährlich 200 Millionen Zollanmeldungen in der EU kommen laut Wirtschaftswoche 64 Millionen aus Deutschland. (uqrl)

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