Bonuszahlungen für Manager steigen wieder deutlich an

Bonusstudie

31.05.2011 - Die Bonusschere öffnet sich weiter: Fast jede zweite Führungskraft hat 2010 höhere Bonuszahlungen erhalten als 2009.

Das sind Ergebnisse der aktuellen Bonusstudie der internationalen Personalberatung LAB & Company, für die mehr als 500 deutsche Führungskräfte jährlich befragt werden.

Spitzenkräfte erhalten besonders häufig einen hohen Bonus

2010 haben demnach 46 Prozent der deutschen Top-Manager höhere Boni erhalten als im Vorjahr. Nur 16 Prozent hätten sich mit weniger zufrieden geben müssen. 


Klaus Aden, Geschäftsführender Gesellschafter von LAB & Company: "Auffällig ist, dass die Bonusschere zwischen Spitzen- und Normalverdienern wieder deutlich auseinander geht." 


53 Prozent der Spitzenverdiener (Jahreseinkommen über 200.000 Euro) erhielten laut Studie höhere Boni – fast doppelt so viele wie unter den Normalverdienern (36 Prozent, Jahreseinkommen bis 100.000 Euro). Ein größeres Ungleichgewicht zwischen den Gehaltsklassen habe es zuletzt 2004 gegeben.

Prognose: Wettbewerb um die Besten geht weiter

Klaus Aden zufolge wird dieser Trend zur Gehaltsspreizung anhalten. Der Grund: der weiterhin verschärfte Wettbewerb um die besten Führungskräfte. 


Einen neuen Rekordwert habe es auch bei besonders starken Bonussteigerungen gegeben: Insgesamt jeder zehnte Manager erhielt einen Zuschlag von mehr als 50 Prozent – fast jeder davon ein Spitzenverdiener.

Automotive- und Pharmaindustrie-Manager profitieren

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Nach Branchenzugehörigkeit profitierten von den Zulagen vor allem Führungskräfte der Automotive- und Pharmaindustrie. 


62 Prozent der Manager in der Automobilindustrie erhielten demnach höhere Boni. In der Pharmaindustrie habe es mit 58 Prozent ebenfalls überdurchschnittlich häufige Zuschläge gegeben, ebenso in der Beraterbranche (56 Prozent). 


Dagegen hätten vor allem IT-Führungskräfte (27 Prozent) und Manager im Maschinen- und Anlagenbau (24 Prozent) Abstriche bei Bonuszahlungen machen müssen.

Je höher das Gehalt, desto höher der Bonus-Anteil

Grundsätzlich gelte: Je höher das gesamte Jahresgehalt, desto höher auch der variable Anteil daran. 


56 Prozent der Spitzenverdiener bekommen laut LAB & Company mehr als 30 Prozent ihres Gehalts variabel ausgezahlt. 96 Prozent der Normalverdiener hätten dagegen ein höheres Festgehalt – und dadurch ein deutlich geringeres finanzielles Risiko. 


Die Studie zum kostenlosen Download finden Sie auf den Internetseiten von LAB & Company. (uqrl)

VR-Mittelstand direkt
BLZ: