Chefs in öffentlichen Unternehmen verdienen bis zu 50 Prozent weniger

Studie

08.03.2011 - Führungsspitzen öffentlicher Unternehmen verdienen zwischen einem Viertel und der Hälfte weniger als Vorstände und Geschäftsführer von Firmen in privater Hand.

Das geht aus einer Vergütungsstudie der Managementberatung Kienbaum hervor, für die Datensätze von 885 Unternehmen aus 19 Branchen mit mehr als 2.000 Positionen ausgewertet worden seien.

203.000 Euro pro Jahr im Durchschnitt

Demnach liegen die durchschnittlichen Jahresgesamtbezüge von Führungsspitzen öffentlicher Unternehmen bei 203.000 Euro. 


Dabei variiere die Vergütung stark: In öffentlichen Unternehmen verdienten Führungskräfte zwischen 20.000 Euro und rund 2,8 Millionen Euro jährlich.

Je größer das Unternehmen, desto höher die Vergütung

Der wichtigste Einflussfaktor bei der Vergütung sei die Unternehmensgröße: Vorstände von öffentlichen Unternehmen mit bis zu 25 Mitarbeitern erhalten laut Kienbaum durchschnittlich 83.000 Euro im Jahr. 


Bei Unternehmen mit 500 bis 2.500 Beschäftigten werde die Unternehmensleitung im Schnitt mit 269.000 Euro jährlich vergütet. 


Vorstände und Geschäftsführer in öffentlichen Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern verdienten mit durchschnittlich 639.000 Euro Jahresgesamtbezügen am meisten.

Mehr Wettbewerb, mehr Gehalt

Relevant für die Höhe der Vergütung sei außerdem die Branche des Unternehmens: Je mehr ein Unternehmen wettbewerblich tätig ist, desto mehr verdienten Vorstand beziehungsweise Geschäftsführung. 


Die Erklärung von Martin von Hören, dem Vergütungsexperten bei der Managementberatung Kienbaum: "Solche wettbewerblich tätigen Unternehmen müssen sich den 'normalen' Gepflogenheiten des Marktes stellen. Deshalb rekrutieren sie zunehmend Leitungskräfte auch aus privaten Unternehmen." (uqrl)

VR-Mittelstand direkt
BLZ: