13.07.2011 – Die Burn-out-Gefahr lässt nach: Der Anteil deutscher Fach- und Führungskräfte, die sich durch ihren Beruf zunehmend gesundheitlich angegriffen fühlen, ist in den letzten vier Jahren um zehn Prozent zurückgegangen.
Das geht aus einer StepStone-Umfrage hervor, für die europaweit rund 5.000 Fach- und Führungskräfte dazu befragt wurden, inwieweit die Arbeit ihren Gesundheitszustand beeinträchtigt.
Im Vergleich mit einer Umfrage von 2007 sei die Arbeit zwar für viele Deutsche immer noch ein Stressfaktor, die Lage habe sich allerdings entspannt: Mehr als die Hälfte der deutschen Fach- und Führungskräfte (54 Prozent) komme sehr gut mit dem eigenen Arbeitspensum zurecht – ein Zehntel mehr als 2007.
Ebenfalls erfreulich: Der Anteil der Befragten, der sich akut vom Burn-out bedroht sah, ist von 24 Prozent auf 16 Prozent gesunken.
Auch die Zahl derjenigen, die zunehmend unter ihrem Arbeitspensum leiden, habe sich geringfügig von 32 Prozent (2007) auf 30 Prozent (2011) verringert.
Sebastian Dettmers, Geschäftsführer der StepStone Deutschland GmbH, betont den wichtigen Faktor der Work-Life-Balance von Führungskräften: Ein gutes und gesundheitsförderndes Arbeitsklima fördere den Unternehmenserfolg.
Ein Vergleich mit anderen Ländern liege Deutschland im europäischen Durchschnitt: Europaweit fühle sich gut jeder Siebte (15 Prozent) stark überlastet. Fast jeder dritte Umfrageteilnehmer (29 Prozent) sehe seinen Beruf als Ursache gesundheitlicher Probleme.
56 Prozent der befragten Europäer gaben in der Umfrage an, den Jobstress vollkommen problemlos zu meistern – bei den Niederländern und Franzosen habe dies sogar gut jeder Sechste (66 bzw. 63 Prozent) gesagt.
Den stärksten Druck wiederum verspürten die Belgier: 54 Prozent der Befragten leideten verstärkt unter ihrem Arbeitspensum. (uqrl)