21.10.2011 – Deutschland hat seine Innovationsleistung in den letzten fünf Jahren deutlich verbessert: Im Vergleich von 26 Industriestaaten belegt Deutschland Rang vier.
Das ist ein Ergebnis des aktuellen Innovationsindikators 2011 der Deutschen Telekom Stiftung und des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). Wesentlicher Grund für die verbesserte Innovationsleistung der deutschen Unternehmen sind demnach die hohen Investitionen der öffentlichen Hand in Forschung und Wissenschaft.
Die Schweiz führt das Länderranking in diesem Jahr an. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Singapur und Schweden. Erheblich abgefallen sind laut Innovationsranking die USA – von Platz eins auf Platz neun.
Der asiatische Raum holt in punkto Innovationsstärke auf. Asien sei damit ein attraktives Feld für Forschung, Entwicklung und Investitionen. Dagegen hätten die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) einen erheblichen Aufholbedarf bei ihrer Innovationsstärke – sie seien jedoch immer stärker auf dem Vormarsch.
Zu den großen Schwachstellen des deutschen Innovationssystems zählt laut Innovationsindikator nach wie vor der Bildungsbereich: Die Mängel im Bildungssystem lassen die Bundesrepublik im Innovationsranking von Platz zwölf (2009) auf Platz 17 abrutschen.
Für eine bedeutende Industrie- und Technologienation wie Deutschland sei das nicht hinnehmbar, so Klaus Kinkel, Vorsitzender der Deutsche Telekom Stiftung: "Ohne gute Bildung kann es keine gute Forschung, keine Innovationen und damit auch kein dauerhaftes Wachstum geben."
Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (Fraunhofer ISI), das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und das Maastricht Economic and Social Research Institute on Innovation and Technology der Universität Maastricht (MERIT) haben den Innovationsindikator in diesem Jahr erarbeitet.
Die Ökonomen haben die Innovationsfähigkeit der 26 Volkswirtschaften in den Feldern Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Staat und Gesellschaft beleuchtet. (uqrl)