25.02.2011 - Arbeitsbedingter Stress ist in den letzten zehn Jahren in sechs EU-Staaten massiv gestiegen, darunter auch in Deutschland.
Das meldet die EU-Kommission. Demnach arbeiten inzwischen 60 Prozent der europäischen Arbeitnehmer ein Viertel ihrer Arbeitszeit unter hohem Termindruck.
Das habe Folgen für die Wirtschaft, so Beschäftigungskommissar László Andor. Nach jüngsten Studien hätten 50 bis 60 Prozent aller Ausfalltage mit Stress zu tun.
Die Kosten für die Wirtschaft machten weltweit durchschnittlich vier Prozent des jeweiligen Bruttoinlandsproduktes aus.
2004 schlossen die europäischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretungen laut EU-Kommission eine Vereinbarung, um Beschäftigte vor Stress am Arbeitsplatz zu schützen.
Insgesamt habe die Kommission eine positive Bilanz gezogen: In zwölf Mitgliedstaaten seien Verbesserungen erreicht worden.
Derzeit verfügten 19 Mitgliedstaaten über Rechtsvorschriften oder verbindliche Tarifvereinbarungen, die sich mit arbeitsbedingtem Stress befassen. (uqrl)