03.02.2012 – Die Ausgaben der deutschen Wirtschaft für die Entwicklung und Einführung neuer Produkte und Verfahren haben 2011 ein Spitzenniveau erreicht.
Das zeigt die Innovationserhebung 2011 des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag des Bundesforschungsministeriums. An der Erhebung haben sich rund 15.800 Unternehmen aus Industrie und Dienstleistungen beteiligt.
Demnach haben deutsche Unternehmen 2010 mehr als 121 Milliarden Euro in Innovationsausgaben investiert. 2011 sind die Ausgaben laut Bundesforschungsministerium sogar auf 130 Milliarden Euro gestiegen. Das übertreffe den bisherigen Spitzenwert von 2008 um mehr als drei Prozent.
Bundesforschungsministerin Annette Schavan: "Gerade in Krisenzeiten ist es wichtig, in die Zukunft zu investieren und neue Ideen, Produkte und Verfahren voranzutreiben. Die deutschen Unternehmen haben das erkannt."
Der Erfolg dieser Strategie wird dem Ministerium zufolge an den Umsätzen mit neuen Produkten sichtbar. So konnten die Umsatzerfolge mit neuen Produkten im Jahr 2010 deutlich gesteigert werden, vor allem mit "Marktneuheiten".
Besonders erfolgreich seien die exportorientierten, forschungs- und wissensintensiven Industriebranchen (Fahrzeug- und Maschinenbau, Elektroindustrie, Chemie- und Pharmaindustrie). Sie erreichten der Studie zufolge mit einem Umsatzanteil an Marktneuheiten von 9,2 Prozent wieder das hohe Niveau der Jahre 2005 und 2006.
Die wissensintensiven Dienstleistungen (EDV/Telekommunikation, Ingenieurbüros, FuE-Dienstleister, Unternehmensberatung, Werbung) konnten mit 4,4 Prozent den höchsten Wert seit 2005 erzielen.
Die Innovationserhebung zeige allerdings auch, dass viele Unternehmen verhaltene Erwartungen hinsichtlich 2012 haben: Ihre Planungen bezüglich der Innovationsaktivitäten seien vorsichtig. (uqrl)