Deutscher Nachwuchs hat mehr Auslandserfahrung als gedacht

Mobilität

25.04.2011 - Von 2007 bis 2009 haben rund 23.500 junge Auszubildende jährlich ein Praktikum oder einen vergleichbaren Lernaufenthalt im Ausland absolviert – 50 Prozent mehr als bisher angenommen.

Das geht aus einer neuen Studie im Auftrag der "Nationalen Agentur Bildung für Europa" beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hervor. Die Studie erfasse erstmals die Gesamtheit junger Menschen mit Auslandsaufenthalten.

Enormer Mehrwert durch Auslandsaufenthalt

Den Ergebnissen zufolge befürworten die Auszubildenden und Berufsfachschüler die Auslandsmobilität, weil sie darin einen Mehrwert für ihre berufliche und persönliche Entwicklung erkennen. 


Besonders interessiert seien sie daran, internationale Fachkenntnisse zu verbessern sowie interkulturelle Kompetenzen und Fremdsprachenkenntnisse zu erwerben.

Unternehmen wollen mehr Azubis ins Ausland schicken

Dem Ministerium zufolge erkennen zunehmend auch Unternehmen den Nutzen internationaler Mobilität. 


Fast 40 Prozent der Betriebe planten, dass sie künftig "sicher" oder "vielleicht" Lernphasen im Ausland einplanen werden. 


Derzeit entsenden laut Studie nur sechs Prozent der befragten Betriebe ihre Auszubildenden regelmäßig oder gelegentlich ins Ausland.

Auslandsmobilität bis 2015 verdoppeln

Helge Braun, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF): "Wir freuen uns über die positiven Entwicklungen und das wachsende Engagement der Auszubildenden und Ausbildungsbetriebe im Bereich der Auslandsmobilität." 


Bis 2015 wolle das Ministerium die Auslandsmobilität in der beruflichen Bildung verdoppeln. Der Grund: "Eine international ausgerichtete Wirtschaft benötigt international geschulte Fachkräfte", so Braun. (uqrl)

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