Die Top-Ten der Regionen mit der höchsten Kaufkraft

Einzelhandel

08.06.2011 - Bei der Einzelhandelskaufkraft zeigen sich deutliche regionale Unterschiede: Im Hochtaunuskreis stehen pro Kopf knapp 6.900 Euro zur Verfügung, im Kreis Uecker-Randow dagegen nur rund 4.240 Euro.

Das geht aus der Studie "GfK Einzelhandelskaufkraft 2011" der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hervor. 

 

Demnach geben die Deutschen rund 27 Prozent ihrer gesamten Kaufkraft im Einzelhandel aus – eine Summe von durchschnittlich 5.329 Euro pro Person.

Die Regionen mit der höchsten Kaufkraft pro Einwohner

Regional gebe es deutliche Unterschiede. Die GfK stellt das Ranking der Regionen mit der höchsten Kaufkraft pro Einwohner im Überblick vor:

  1. LK Hochtaunuskreis: 6.896 Euro
  2. SK München: 6.805 Euro
  3. LK Starnberg: 6.693 Euro
  4. LK Main-Taunus-Kreis: 6.614 Euro
  5. LK München: 6.564 Euro
  6. LK Ebersberg: 6.354 Euro
  7. SK Erlangen: 6.262 Euro
  8. LK Fürstenfeldbruck: 6.252 Euro
  9. SK Düsseldorf: 6.248 Euro
  10. LK Stormarn: 6.241 Euro

Anteil der Einzelhandelskaufkraft in Deutschland eher gering

Das Konsumpotenzial im Einzelhandel sei international ganz unterschiedlich - es hänge vom Preisgefüge und der Konsumneigung in dem jeweiligen Land ab. 


In Ländern mit einem geringen Pro-Kopf-Einkommen wenden die Menschen laut GfK im Verhältnis zu ihrer Gesamtkaufkraft mehr für den Einzelhandel auf, um ihren Grundbedarf zu decken. 


In Ländern mit einem hohen Einkommensniveau seien hingegen die Preise für Wohnen und Dienstleistungen wesentlich höher. Das senke wiederum den Anteil der Kaufkraft für den Einzelhandel.

Weitere Einflussfaktoren

Daneben zeigten sich aber auch stark variierende Einkaufskulturen, Lebensstile und unterschiedliche Preisniveaus. 


Dies zeige sich speziell am Beispiel Deutschlands: Hier liege der Anteil des Einzelhandels an der Gesamtkaufkraft aufgrund der niedrigen Preise bei nur 27 Prozent. In Spanien und Norwegen hingegen würden 31 Prozent des gesamten verfügbaren Einkommens im Einzelhandel ausgegeben, in Polen sogar 37 Prozent. 


Zum Vergleich: Die Norweger geben laut GfK mit rund 9.000 Euro mehr als doppelt so viel für Nahrungs- und Konsumartikel aus wie die Spanier. 


Das skandinavische Modell mit hohen Steuer- und Sozialabgaben, aber auch hohen sozialen Leistungen und sozialer Absicherung sorge zudem dafür, dass der Anteil verhältnismäßig gering ist, der für private Vorsorge aufgewendet wird. (uqrl)

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