Die zehn Berufe mit dem höchsten Burn-out-Risiko

Ranking

18.11.2011 - Alleinerziehende Mütter mit drei Kindern sind nach Ansicht der Deutschen stärker Burn-out-gefährdet als Banken-Vorstände. Die zehn Berufsgruppen mit dem größten Erschöpfungsrisiko finden Sie hier.

Wie eine Umfrage der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und des Marktforschers Toluna unter 1.000 Deutschen ergibt, glauben nur drei Prozent der Deutschen, dass Vorstandsvorsitzende von Banken Burn-out-gefährdet sind.

Ärzte am stärksten von Erschöpfung bedroht

Deutlich mehr Stress lastet nach Ansicht der Befragten auf Ärzten in der Notaufnahme: 24 Prozent halten sie laut Umfrage für besonders gefährdet, einen Zusammenbruch zu erleiden.

Dahinter folgen alleinerziehende Müttern mit drei Kindern (22 Prozent). Jobvermittler beim Arbeitsamt scheinen dagegen kaum von Erschöpfung bedroht zu sein – ebenso wie Finanzminister der Europäischen Union und Fußballtrainer in der Bundesliga.

Top-Ten im Überblick

Hier das Ranking der Berufsgruppen mit dem höchsten Burn-out-Risiko im Überblick:


  1. Ärzte in der Notaufnahme (23,51 Prozent)
  2. Alleinerziehende Hausfrau mit drei Kindern (21,64 Prozent)
  3. Lehrer in der Mittelstufe (13,23 Prozent)
  4. Händler an der Börse (4,31 Prozent)
  5. Im Licht der Öffentlichkeit lebende Popstars (4,14 Prozent)
  6. Polizisten auf Streife (3,43 Prozent)
  7. Vorstandsvorsitzende großer Banken (3,39 Prozent)
  8. Finanzminister der Europäischen Union (2,89 Prozent)
  9. Fußballtrainer in der Bundesliga (2,69 Prozent)
  10. Jobvermittler beim Arbeitsamt (1,24 Prozent) 

Mehrheit will nicht mit Bankenchefs tauschen

Die Arbeitsbelastung von Bankenchefs werde als hoch eingestuft, obwohl die wenigsten Befragten glauben, dass Vorstandschefs großer Banken besonders Burn-out-gefährdet sind: 71 Prozent gehen in der Umfrage davon aus, dass Top-Manager in der Finanzbranche einen belastenden  Arbeitsalltag haben.

Den meisten Druck löst nach Einschätzung der Bevölkerung aus, für hohe Geldsummen verantwortlich zu sein (33 Prozent), gefolgt von der Rendite-Erwartung der Anleger (31 Prozent).

Mit den Bankern tauschen wolle die Mehrheit der Befragten deshalb nicht: 65 Prozent der Deutschen können sich der Umfrage zufolge nicht vorstellen, den Job eines Bankenchefs zu übernehmen. (uqrl)

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