26.05.2011 - In einigen Branchen liegt der weibliche Anteil am Top-Management weit über der politisch geforderten Frauenquote von 30 Prozent.
Dies belegen Untersuchungen der Wirtschaftsinformation databyte. Demnach liegt die Frauenquote in Frisör- und Kosmetiksalons bei mehr als 47 Prozent, im Einzelhandel mit Bekleidung bei 45,1 Prozent.
Auch in Apotheken setzten sich immer mehr Frauen in den Führungsetagen durch: Mittlerweile habe in mindestens zwei von fünf Apotheken eine Chefin das Sagen.
Die Zahlen bestätigen Quotengegner, die sich gegen pauschale Zwangsauflagen wehren. Immer bedeutsamer werde die Idee einer branchenspezifischen Frauenquote.
Für die Untersuchung beleuchtete databyte die Geschlechterverteilung in den Chefetagen von fast 380.000 handelsregisterlich eingetragenen Unternehmen nach Branchenzugehörigkeit.
Das Ergebnis: Zu den Frauendomänen zählen der Einzelhandel allgemein, Apotheken und das Hotelgewerbe – hier nimmt das weibliche Geschlecht laut databyte überdurchschnittlich viele leitende Positionen ein.
Die Männer liegen der Untersuchung zufolge dagegen in den Branchen Handelsvermittlung von Büromaschinen (93,8 Prozent), Zimmerei und Ingenieurholzbau (93,9 Prozent) sowie Zentralbanken und Kreditinstitute (97 Prozent) unangefochten an der Spitze.
Generell stehen Frauen laut databyte in naturwissenschaftlich, technisch oder mathematisch ausgerichteten Branchen noch immer hintenan. (uqrl)