30.05.2011 - Innerhalb eines Jahres haben deutsche Unternehmen ihre Personalwerbung fast verdreifacht: Der Bruttowerbedruck ist im ersten Quartal 2011 auf 8,5 Millionen Euro gestiegen.
Vor einem Jahr habe das Volumen noch bei drei Millionen Euro gelegen, berichtet das Medienunternehmen Nielsen, das die Recruitment-Strategien der Werbetreibenden untersucht hat.
Das Ergebnis: Deutsche Unternehmen intensivieren ihr Engagement bei der Personalgewinnung und verfolgen eine kreative Kommunikationsstrategie, um potenzielle Kandidaten für ihr Unternehmen zu begeistern.
Dieses gezielte Employer Branding im Einklang mit dem Markenimage habe sich dabei als zentrale Maßnahme etabliert.
Die werbetreibenden Unternehmen nutzten demnach alle Medienkanäle: Neben den Printmedien Tageszeitungen und Publikumszeitschriften kommen laut Nielsen zunehmend Radiowerbung und das Internet zum Einsatz.
Das Fernsehen habe sich im ersten Quartal 2011 als zweitstärkstes Medium hinter den Printmedien positioniert. Bisher habe es im Personalmarketing kaum eine Rolle gespielt.
Ausschlaggebend hierfür sei eine Kampagne der Restaurantkette McDonalds gewesen, in der sich die Fastfood-Kette als Arbeitgeber mit sozialer Verantwortung positioniert hatte.
Zweitstärkster werbetreibender Arbeitgeber sei im ersten Quartal 2011 REWE gewesen. Nielsen zufolge setzte die Handelsgruppe in ihren Printanzeigen auf eine personalisierte Testimonial-Strategie: Sie ließ Auszubildende ausführlich über ihre Erfahrungen berichten – und nutzte dafür unter anderem ein eigenes Karriereportal sowie einen Facebook-Auftritt.
Laut der Internetnutzer-Statistik von Nielsen besuchten rund 7,6 Millionen Internetnutzer im April 2011 mindestens einmal eine karrierebezogene Internetseite und verbrachten dort durchschnittlich 22 Minuten und 17 Sekunden.
Die meisten Nettonutzer konnten Nielsen zufolge die Internetseiten der Bundesagentur für Arbeit verzeichnen, die unter den Top-5-Angeboten zudem auch die höchste durchschnittliche Verweildauer aufwiesen. (uqrl)