07.10.2011 – Ein Hotelzimmer in Baden-Baden kostet im Durchschnitt 114 Euro. Nur fünf Euro weniger kostet ein Zimmer in Rostock: Dort sind die Hotelpreise innerhalb eines Jahres um 45 Prozent gestiegen.
Zu diesem Ergebnis kommt der "original Hotel Price Index" des Portals Hotels.com. Für die Untersuchung werden zweimal jährlich die Zimmerpreise in 125.000 Hotels an mehr als 19.000 Standorten im Vergleich zum Vorjahr analysiert.
Demnach sind die Hotelpreise in Deutschland im ersten Halbjahr 2011 um ein Prozent auf durchschnittlich 88 Euro pro Zimmer und Nacht gesunken.
Dennoch verzeichnete der Index deutliche Preisanstiege in einzelnen Städten, darunter in der Ostseemetropole Rostock. Hier seien die Hotelpreise auf durchschnittlich 109 Euro geklettert – vor allem, weil die Nachfrage nach Kreuzfahrten stark gestiegen sei.
Zu den weiteren Städten mit einem deutlichen Preisanstieg gehört Düsseldorf, wo im Mai der Eurovision Song Contest stattfand und für ausgebuchte Hotels sorgte. Die gestiegene Nachfrage habe einen Anstieg von zehn Prozent auf durchschnittlich 96 Euro pro Zimmer und Nacht bewirkt.
Auch andere Städte der Region profitierten von diesem Boom: In Wuppertal kletterten die Übernachtungspreise laut hotels.com auf durchschnittlich 82 Euro, was einer Steigerung von 19 Prozent entspricht.
Dagegen übernachte man in Berlin noch immer günstig: Trotz steigender Touristenzahlen sanken die ohnehin schon günstigen Preise in der Hauptstadt dem Index zufolge um sieben Prozent.
Durchschnittlich 76 Euro wechselten hier pro Übernachtung den Besitzer. Selbst ein Fünf-Sterne-Hotel lasse sich an der Spree für 132 Euro im Durchschnitt erstehen. (uqrl)