In Deutschland fehlen 80.000 Ingenieure

Fachkräftemangel

13.10.2011 – Die Zahl der offenen Ingenieurstellen hat im September 2011 mit 99.000 einen Höchststand erreicht. Gleichzeitig waren nur noch rund 19.000 Ingenieure arbeitslos.

Das ist ein Ergebnis des aktuellen Ingenieurmonitors des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) und dem Institut für deutsche Wirtschaft (IW) Köln. Demnach ist die Ingenieurlücke im Vergleich zum August um 5,2 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat betrage die Steigerung sogar 96,1 Prozent.

Größte Lücke seit Beginn der Aufzeichnungen

IW-Geschäftsführer Hans-Peter Klös: "Auf jeden arbeitslosen Ingenieur kommen mehr als fünf offene Stellen. So eine große Lücke haben wir seit Beginn der Aufzeichnungen im August 2000 noch nie gesehen." Bereits im Jahr 2010 habe der Wertschöpfungsverlust der deutschen Wirtschaft 3,3 Milliarden Euro betragen.

Der Engpass treffe vor allem Unternehmen, die Maschinen- und Fahrzeugbauingenieure beschäftigen: Hier fehlten 34.700 Personen. Betroffen seien auch die Elektroingenieure mit 19.300 sowie die sonstigen Ingenieure mit 14.100 Personen.

Süddeutschland braucht besonders viele Ingenieure

Im Vergleich zum Vormonat sei die Nachfrage nach Ingenieuren vor allem in Bayern deutlich gestiegen. Regional betrachtet sei die Lücke in Baden-Württemberg am größten, wo 19.700 Stellen nicht besetzt werden konnten. In Bayern fehlten 16.400 und in Nordrhein-Westfalen 13.000 Ingenieure. (uqrl)

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