16.08.2011 – Männer haben weltweit mehr Geschäftskontakte und sind deshalb die aktiveren Netzwerker. Dagegen sind Frauen manchmal etwas zaghaft.
Das geht aus einer Statistik des Business-Netzwerkes LinkedIn zur beruflichen Netzwerk-Aktivität von Frauen und Männern hervor. Demnach haben Männer bei der Zahl ihrer aktiven Geschäftskontakte insgesamt ganz klar die Nase vorn.
Nicole Williams, Connection Director bei LinkedIn und Autorin des Buchs Girl on Top: "Frauen sind manchmal etwas zu zaghaft, weil sie Networking schnell mit Small Talk oder Austausch von Visitenkarten verbinden. In Wirklichkeit geht es darum, Beziehungen aufzubauen, bevor man sie tatsächlich braucht."
In Deutschland macht die LinkedIn-Auswertung klare Unterschiede innerhalb der Berufsbranchen deutlich: Innerhalb der Branchen Politik, Informationsdienste und Agenturwesen seien Frauen die aktiveren Netzwerker. Die Bereiche Rechtswesen, Rundfunk und Lagerwesen würden hingegen von den Männern dominiert.
Ein weiteres Ergebnis der Auswertung: In einigen Industriesektoren, die ganz klar von einem Geschlecht dominiert werden, zeigte sich im Bereich Networking das andere Geschlecht aktiver.
Ein Beispiel: In der Kosmetikindustrie führten die Männer beim Networking. Das heiße, dass zwar mehr Frauen in der Kosmetikbranche arbeiten, die Männer sich im Durchschnitt aber schneller und aktiver vernetzen.
Dagegen seien Frauen in der Tabakindustrie besser vernetzt, obwohl diese Sparte klar von Männern dominiert wird. Das LinkedIn-Analystenteam begründet diese Ergebnisse damit, dass sich das Geschlecht in der Minderheit automatisch aktiver vernetzen muss, um im jeweiligen Berufsfeld erfolgreich zu sein. (uqrl)