Optimisten sind erfolgreicher im Beruf

Forschung

08.02.2011 - Nicht nur die Fähigkeiten entscheiden über den beruflichen Erfolg. Zahlreiche Studien belegen, dass die innere Einstellung die Karriere mindestens ebenso sehr beeinflusst.

Forscher hätten in mehreren Studien ein relativ klares Bild eines Erfolgsmenschen gezeichnet, schreibt das Handelsblatt: Dieser sei optimistisch, nicht schicksalsgläubig, strotze vor Selbstbewusstsein und sei eher extrovertiert. Schüchtern und angepasst sei er nicht.

Mehr Stellenangebote für Optimisten

Ein Beleg dafür, wie wichtig die innere Einstellung für die Karriere ist, habe eine Langzeitstudie des Assistenzprofessors Cade Massey von der Yale-University geliefert.


Er und zwei Co-Autoren hätten 230 MBA-Studenten einem Persönlichkeitstest unterzogen und die Karrierewege anschließend mit verfolgt. 


Das Ergebnis: Unter den Studenten mit den gleichen Studienleistungen hätten die Optimisten deutlich mehr Stellenangebote erhalten. Außerdem seien sie in den ersten beiden Berufsjahren häufiger befördert worden – obwohl sie weniger Zeit in die Jobsuche investiert hätten. 


Laut Handelsblatt belegen auch viele andere Studien, dass Optimisten schneller einen Job finden, mehr verdienen, zielstrebiger arbeiten und seltener krank werden als Pessimisten.

Schicksalsgläubigkeit bestimmt Karriereweg mit

Auch die Schicksalsgläubigkeit eines Menschen spiele eine Rolle auf dem Karriereweg. Das habe die Maastrichter Ökonomin Judith Semeijn gezeigt. 


Dem Handelsblatt zufolge untersuchte sie Maastrichter Studenten in einer Langzeitstudie und sei zu folgendem Ergebnis gekommen: Im Durchschnitt verdienten die Absolventen monatlich 300 Euro mehr, wenn sie sich ambitionierte Ziele gesetzt hatten und meinten, ihr Schicksal selbst in der Hand zu haben. 


Die Vermutung der Forscherin: Arbeitnehmer strengen sich mehr an und erklimmen deshalb schneller die Karriereleiter, wenn sie sich nicht dem Schicksal ausgeliefert fühlen.

Mit Willen aus der Armut

Zu einem ähnlichen Schluss sei auch die Entwicklungsökonomin Sayantan Ghosal von der University of Warwick gekommen: Menschen befreiten sich gemäß ihrer Untersuchungsergebnisse eher aus der Armut, wenn sie daran glauben, etwas an ihrer Situation ändern zu können. (uqrl)

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