21.02.2011 - Jedes Unternehmen kann in Verruf kommen, zum Beispiel durch schlechten Service oder mangelhafte Produkte. Wie sich Unternehmen auf solche Situationen vorbereiten und wie sie ihr Image wieder aufpolieren, lesen Sie hier.
Das Gründermagazin impulse-gruenderzeit.de nennt sieben Maßnahmen für den Fall eines Imageschadens an einem Unternehmen:
Spielen Sie bereits in guten Zeiten den Ernstfall durch: Welchen Schaden könnte Ihr Unternehmen im schlimmsten Fall an anderen nehmen, beispielsweise an der Umwelt, an Nachbarn oder an Kunden?
Welche Probleme könnten bei der Produktion auftauchen und welche Folgen könnte das für die Qualität der Produkte und Dienstleistungen haben?
Stellen Sie für die größten Risikofälle eine Erste-Hilfe-Strategie auf: Wer muss informiert werden? Auf welchen Wegen sollen Informationen an die Öffentlichkeit gelangen? Wie viel Einblick wollen Sie in Ihr Unternehmen gewähren?
Krisenmanagement ist immer Chefsache: Entscheiden Sie, in welchen Situationen der Chef in der Öffentlichkeit an vorderster Front erscheinen soll. Bilden Sie einen Arbeitskreis mit den wichtigsten Mitarbeitern und Beratern, um einen Aktionsplan zu bestimmen.
Legen Sie eine Person fest, die nach außen auftritt und Informationen weitergibt. Bereiten Sie präventiv Mitteilungen vor, die über Ihr Unternehmen, die Produkte und Services informieren.
Informieren Sie regelmäßig die lokale Presse und die Geschäftspartner über die aktuelle Lage des Betriebs – auch in guten Zeiten. Schaffen Sie eine Vertrauensbasis und geben Sie einen festen Ansprechpartner an.
Auf diese Weise fragen Journalisten bei Ihnen nach, anstatt unreflektiert über ein negatives Ereignis zu berichten.
Je schneller die Firma im Notfall reagiert, desto weniger Imageverlust muss sie befürchten. Liefern Sie deshalb im Krisenfall sofort die gleichen Informationen an die Öffentlichkeit und an die Mitarbeiter, um Gerüchte im Keim zu ersticken.
Beschönigen Sie nichts, schieben Sie die Verantwortung für die Notlage nicht anderen zu und entschuldigen Sie sich, wenn jemand zu Schaden gekommen ist.
Beauftragen Sie einen Krisen-PR-Manager mit der Öffentlichkeitsarbeit, wenn Sie sich einer Krisensituation nicht mehr gewachsen sehen.
Knüpfen Sie dazu Kontakte über die Branchenverbände, etwa über die die Deutsche Public Relations-Gesellschaft oder die Gesellschaft für Public Relations-Agenturen.
Arbeiten Sie die Reaktion der Öffentlichkeit nach einer akuten Krisenphase auf und analysieren Sie die möglichen Fehlerquellen. Viele Chefs erhalten interessante Anregungen, wenn sie ihre Krisenarbeit mit neutralen Beobachtern diskutieren.
(uqrl)