10.01.2012 – Deutschen Unternehmen ist die Mitarbeiterbindung wichtiger als die Mitarbeitersuche. Welche materiellen Anreize die Unternehmen setzen, lesen Sie hier.
Für die Studie "Talent Management im Mittelstand – mit innovativen Strategien gegen den Fachkräftemangel" der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young in Kooperation mit der ESCP Europe Wirtschaftshochschule Berlin wurden 700 Firmen zu personalpolitischen Themen befragt.
Demnach messen 63 Prozent der befragten Unternehmen der Mitarbeiterbindung eine große bzw. sehr große Bedeutung zu.
Die Mitarbeiterbindung sei wichtiger als neue Mitarbeiter zu rekrutieren: Die Mitarbeitersuche sei mit 45 Prozent nur das fünftwichtigste Thema in mittelständischen Personalabteilungen.
27 Prozent der Umfrageteilnehmer planten Gehaltserhöhungen, um Mitarbeiter stärker an ihr Unternehmen zu binden.
Wie man es schafft, potenzielle und aktuelle Mitarbeiter von seinem Unternehmen zu begeistern, zeige das Beispiel der "Entrepreneure des Jahres": Die Finalisten des Wettbewerbs der besten Jungunternehmer steigerten ihre Attraktivität als Arbeitgeber laut Ernst & Young zum Beispiel durch die Vergabe von Diensthandys und Firmenwagen.
97 Prozent bzw. 94 Prozent der Unternehmensgründer setzen auf diese Maßnahmen, um sich attraktiv am Markt zu positionieren.
Aber solche Anreize reichten oft nicht mehr aus, um Fachkräfte und Talente an sich zu binden: Neben Bonifikationen (86 Prozent) nutzen Unternehmen auch immaterielle Anreize wie flexible Arbeitszeiten (86 Prozent) und Teamziele (72 Prozent), um Mitarbeiter zu gewinnen oder an sich zu binden.
Der Studie zufolge sehen 45 Prozent der befragten Unternehmen in flexiblen Arbeitszeiten eine wichtige Herausforderung der Mitarbeiterbindung und –gewinnung.
44 Prozent gaben es als große Herausforderung an, die Leistung der Mitarbeiter wertzuschätzen. 43 Prozent nannten die Steigerung der Arbeitgeberattraktivität – dicht gefolgt vom Aufbau einer attraktiven Unternehmenskultur (42 Prozent) und Entwicklungsperspektiven für die Mitarbeiter (41 Prozent). (uqrl)