Team-Prämien sind effizienter als übliche Bonuszahlungen

Studie

06.06.2011 - Gruppenprämien fördern die Kooperationsbereitschaft der Teammitglieder – und sorgen daher für ein besseres Gesamtergebnis im Unternehmen.

Das zeige eine Studie der Personalökonomen Dirk Sliwka, Johannes Berger und Claus Herbertz, berichtet das Handelsblatt in seiner Ausgabe vom 26. Mai 2011.

Teamprämien vor allem für kleinere Betriebe interessant

Interessant für kleinere Betriebe: Je kleiner die Arbeitsgruppen und je überschaubarer die Unternehmen, desto größer sei der messbare Zusammenhang zwischen Gruppenprämien und Kooperationsbereitschaft gewesen. 


Dagegen wurde die Hilfsbereitschaft laut Handelsblatt nicht gefördert, wenn es Sonderzahlungen für den Erfolg des gesamten Unternehmens gegeben habe.

Weniger Fehltage bei Gruppenprämien

Die gestiegene Hilfsbereitschaft wirke sich außerdem auf die Anzahl der Fehltage aus: Nach Aussage der Autoren sank die Zahl der Fehltage in den Betrieben um durchschnittlich 1,4 Tage, wenn die Teamprämien um zehn Prozent erhöht wurden. 


Bonuszahlungen an einzelne Mitarbeiter hätten dagegen gar keinen Effekt auf die Zahl der Fehltage gehabt – anscheinend fördere eine Art Gruppenzwang das Pflichtbewusstsein der Teammitglieder.

Zur Studie

Die Forscher hätten für ihre Untersuchung 36.000 Beschäftigte und 305 Unternehmen zur Hilfsbereitschaft der Mitarbeiter befragt. 


Sie untersuchten drei verschiedene Formen der Erfolgsprämien: an einzelne Mitarbeiter, an das ganze Unternehmen und an Teams. Gruppenprämien seien allerdings nur in fünf Prozent der Betrieben gezahlt worden 


Einen kostenlosen Download der Studie bietet das Handelsblatt auf seiner Internetseite an. Den Link dazu finden Sie unter dieser Meldung. (uqrl)

VR-Mittelstand direkt
BLZ: