Unternehmen setzen zunehmend auf Freiberufler

Fachkräftemangel

21.03.2011 - Freiberufliche Experten sind für deutsche Unternehmen zunehmend wichtig, um den Fachkräftemangel auszugleichen und um Spezialwissen zu beziehen.

Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Personaldienstleisters Krongaard unter 754 Freelancern.

Besonders gefragt sind externe Spezialisten demnach in der Bankenbranche und im Industriesektor. Hier waren laut Umfrage bereits 49 Prozent bzw. 46 Prozent der Freelancer im Einsatz.


Die Umfrageteilnehmer erwarteten für die Zukunft eine erhöhte Nachfrage nach ihren Kompetenzen vor allem in der Energiewirtschaft (42 Prozent) und im Gesundheitswesen (36 Prozent).

Vorteil Freiberufler: Bedarf kurzfristig abdecken

Der Grund für den Bedarf der Firmen an Freiberuflern: Bei vielen Projekten seien spezifische Kompetenzen erforderlich, die Unternehmen aufgrund des Fachkräftemangels intern und kurzfristig nicht abdecken könnten, so Jan Jagemann, Vorstand der Krongaard AG. 


Jagemann: "Diese Aufgaben übernehmen immer häufiger hochqualifizierte externe Spezialisten, die Kapazitäts- und Wissenslücken in Unternehmen mit ihrem Know-how vorübergehend schließen." 


Die Umfrage belegt diesen Trend: Fast 88 Prozent der Befragten seien bereits bei zeitlich begrenzten Spezialprojekten im Einsatz gewesen. Auch Integrationsprojekte habe mehr als jeder zweite Freiberufler begleitet.

Lange Berufserfahrung und ständige Weiterbildung

Ihre Qualifikationen hätten sich mehr als neun von zehn Freiberuflern im Bereich Finance in mehr als elf Jahren Berufserfahrung erarbeitet. Jeder zweite blicke sogar auf über 20 Jahre Berufserfahrung zurück. 


Den Unternehmen komme beim Einsatz von Freiberuflern außerdem zugute, dass 56 Prozent der Befragten die Phasen zwischen den Aufträgen zur individuellen Weiterbildung nutzen. (uqrl)

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