30.12.2010 - Drei Viertel der Unternehmen werben in Branchenbüchern, Tageszeitungen und Anzeigenblättern, obwohl 44 Prozent aller Suchanfragen in Deutschland im Internet durchgeführt werden.
Das gehe aus einer Studie der telegate AG hervor, berichtet das Portal channelpartner.de. Demnach planen kleinere und mittlere Unternehmen in Deutschland ihre Werbebudgets größtenteils am Kunden vorbei.
Deutschlandweit gebe es jährlich rund 1,3 Milliarden lokale Suchanfragen. Davon entfielen 38 Prozent auf gedruckte Verzeichnisse – deutlich weniger als auf Internet-Suchanfragen (44 Prozent).
Die Telefonauskunft, die mobile Auskunft oder Auskunftssoftware hätten bei der lokalen Suche so gut wie keine Bedeutung.
Nicht einmal ein Viertel der Firmen investiere einen Teil des Werbebudgets in Suchmaschinenmarketing. Immerhin: 37 Prozent seien in Online-Branchenverzeichnissen registriert.
Telefonwerbung sei für die meisten Firmen kein Thema: Nur fünf Prozent der deutschen KMU investierten dafür Geld. Dagegen investiere jede vierte Firma in Werbung per Post, gefolgt von Investitionen in E-Mailings (21 Prozent).
Ein weiteres Ergebnis der Studie: Deutsche KMU investieren durchschnittlich 1.000 bis 5.000 Euro pro Jahr in Marketing- und Werbemaßnahmen.
Nur 14 Prozent der Firmen hätten überhaupt kein Budget. Jedes zehnte Unternehmen gebe mehr als 10.000 Euro für Marketing und Werbung pro Jahr aus. (uqrl)