Zehn Regeln für ein ehrliches Bewerbungsgespräch

Arbeitgeber

25.01.2011 - In Vorstellungsgesprächen ist es wichtig, dass Bewerber ihre Maske fallen lassen. Wie Arbeitgeber die Authentizität in Bewerbungsgesprächen fördern, lesen Sie hier.

Das Gründerportal foerderland.de stellt die zehn wichtigsten Tipps für ein gelungenes Bewerbungsgespräch vor:

1. Für eine gute Atmosphäre sorgen

Suchen Sie einen ruhigen Raum für das Vorstellungsgespräch. Die Unterhaltung sollte möglichst nicht durch das Klingeln eines Telefons oder sonstige Störungen unterbrochen werden.

2. Hierarchische Barrieren abbauen

Machen Sie sich bewusst, dass ein Bewerber in Ihnen die Person sieht, von der seine berufliche Zukunft abhängt. Das kann einen ehrlichen Austausch verhindern. Bemühen Sie sich unbedingt um ein Gespräch auf Augenhöhe.

3. Von der besten Seite zeigen

Bemühen Sie sich um ein paar Tugenden. Üben Sie sich beispielsweise in Geduld und Selbstbeherrschung. Gehen Sie mit einer positiven Einstellung auf den Bewerber zu. Zeigen Sie sich verbindlich. Und: Beweisen Sie, dass Sie kontaktfreudig sind.

4. Zuhören

Nicken Sie manchmal mit dem Kopf und halten Sie den Blickkontakt. So schlagen Sie eine Brücke zum Bewerber. Lassen Sie den Bewerber in Ruhe aussprechen. Achten Sie darauf, dass Ihr Gesprächsanteil nicht größer ist als der Ihres Gegenübers.

5. Wiederholen

Eine gute Gesprächstechnik ist es, wenn Sie bestimmte Passagen des Gesprächs in eigenen Worten zusammenfassen. So können Sie Missverständnisse ausräumen – und der Bewerber hört seine eigenen Gedanken nochmal deutlich aus dem Mund eines anderen.

6. Notizen machen

Fertigen Sie ruhig während des Gesprächs Notizen an – danach könnten Sie schon viel vergessen haben. Stellen Sie auch einen Leitfaden auf, um wesentliche Fragen abzuhaken.

7. Für das Unternehmen werben

Jedes Bewerbungsgespräch ist Werbung für Ihr Unternehmen. Ihr Gesprächspartner könnte ein künftiger Mitarbeiter sein. Wenn Sie einen Bewerber ablehnen, dann wird er seine Erfahrungen im Bekanntenkreis verbreiten. So oder so: Mit jedem Bewerbungsgespräch können Sie Ihre Marke stärken.

8. Auf Widersprüche achten

Passen Sie auf, ob der Bewerber sich widerspricht: Fehlen Zeugnisse? Sind die Gründe dafür nicht plausibel? Wirken Antworten einstudiert? Fehlt dem Verhalten die Authentizität? Vorsicht ist geboten, sobald der Bewerber eine Verteidigungshaltung einnimmt, ohne dass ein Grund erkennbar ist.

9. Den ganzen Menschen sehen

Achten Sie auf die Gesten, die Kleidung, das Auftreten. Kann er im Gespräch keinen Augenkontakt halten und ist nervös, ist er kein offener und selbstbewusster Mensch – auch wenn er das Gegenteil behauptet.

10. Nur zulässige Fragen stellen

Informieren Sie sich über unzulässige Fragen. Zum Beispiel dürfen Sie nur nach einer tatsächlichen Behinderung fragen, wenn sie den Bewerber bei der neuen Tätigkeit beeinträchtigen würde.


In Ordnung ist dagegen die Frage, ob eine anerkannte Schwerbehinderung vorliegt. Der Grund: Aus der Antwort ergeben sich bestimmte Schutz- und Fürsorgepflichten. 


Fragen nach einer Schwangerschaft sind unzulässig, ebenso wie die Frage nach Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft oder Religionsgemeinschaft. Beantwortet der Bewerber eine solche Frage mit einer Unwahrheit, hat das keine rechtlichen Konsequenzen. 


(uqrl)

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