20.06.2011 - Kleine und mittelständische Unternehmen sollten ihre Personalarbeit überprüfen: Meistens werden zu viele Routinearbeiten erledigt und die strategische Ausrichtung fehlt.
Aus einer Marktbeobachtung der Managementberatung Steria Mummert Consulting geht hervor, dass deutsche Personalabteilungen nur ein Drittel ihres Potenzials ausschöpfen.
Die Personalabteilungen arbeiten demnach mit wenig effizienten Abläufen – strategische Aufgaben fielen unter den Tisch.
Die Aufgaben in deutschen Personalabteilungen seien häufig klar geregelt: Eine Fachkraft betreut etwa alle Mitarbeiter mit dem Nachnamen A bis F allein, erfasst die Arbeitszeiten, regelt Urlaubsansprüche und sorgt für die pünktliche Gehaltsüberweisung.
Für Personalgespräche bleibe bei dieser Arbeitsorganisation meist keine Zeit. Laut Sven Fitz, Principal Consultant bei Steria Mummert Consulting, kennen viele Personaler die Mitarbeiter häufig nur von der Faktenlage vom Schreibtisch – man höre und sehe die Personalabteilung eines mittelständischen Unternehmens nicht.
Fitz: "Eine gute Personalabteilung ist aber nicht lautlos, sondern man spürt ihre Arbeit im ganzen Betrieb."
Der HCM-Experte rät Unternehmen, die Abläufe in ihren Personalabteilungen radikal auf den Prüfstand zu stellen. Er empfiehlt zum Beispiel eine strikte Rollenaufteilung zwischen zuliefernden und wertschöpfenden Tätigkeiten.
Fitz: "Eine Neuaufstellung der Prozesse ermöglicht zum einen Kostensenkungen. Zum anderen schafft sie für die Personalmitarbeiter Freiräume, sich auf die immer anspruchsvolleren strategischen Aufgaben zu konzentrieren, nämlich qualifizierte Fachkräfte zu finden, die Mitarbeiter zu fördern und zu halten." (uqrl)