20.05.2011 - Im ersten Quartal 2011 entschieden sich 193.000 Deutsche für eine Riester-Rente. Damit riestern derzeit 14,6 Millionen Deutsche für ihre Altersvorsorge.
Darüber informiert das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). Bei den Zuwächsen handelt es sich um Nettozuwächse: Vertragsabgänge bzw. Kündigungen wurden berücksichtigt.
Wohnriester ganz vorn auf der Beliebtheitsskala
Wieder einmal habe es in den ersten drei Monaten des Jahres 2011 den prozentual größten Zuwachs bei der Eigenheimrente gegeben: Bei der 2008 eingeführten "Wohn-Riester" verzeichnete das BMAS ein Plus von 10,8 Prozent. Insgesamt seien Ende März 2011 rund 544.000 Deutsche im Besitz einer Eigenheimrente.
Rund 15 Prozent aller Riester-Verträge seien derzeit ruhend gestellt, so das Ministerium – für diese Verträge würden aktuell keine Beitragsleistungen in der Ansparphase geleistet.
Änderung beim Riestern ab 2012
Das BMAS weist darauf hin, dass ab 2012 alle Riester-Sparer einen Eigenbeitrag von mindestens 60 Euro im Jahr (also fünf Euro pro Monat) auf ihren Vertrag einzahlen müssen, um die volle Zulage zu erhalten.
Der Grund der Änderung: Die Bundesregierung hatte die Riester-Regeln zuletzt verbraucherfreundlicher gestaltet. Damit reagierte sie auf Fälle, in denen gezahlte Zulagen zurückgefordert wurden.
So hatten etwa Ehefrauen nach der Geburt eines Kindes ihre Statusänderung nicht ihrem Anbieter gemeldet – was aber mit der Änderung der Zulagenberechtigung einhergeht.
Viele Vertragsinhaber hatten deshalb zunächst ihre Zulagen zurückzahlen müssen. Nach einer Änderung der Bundesregierung können die Sparer nun aber ihre Zulagen zurückerhalten, wenn sie die Eigenbeiträge nachzahlen. (uqrl)