30.03.2011 - Die Bundesregierung findet ein Beitragsplus von 0,6 Prozentpunkten für die Pflegeversicherung zumutbar. Die Zusatzbelastung soll zu gleichen Teilen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern gezahlt werden.
Das berichtet das Nachrichtenmagazin Spiegel. Demnach gebe es Signale aus dem Kanzleramt, dass "eine Steigerung dieser Größenordnung zumutbar sei", wie es in Unionskreisen heiße.
Dem Spiegel zufolge soll die zusätzliche Belastung zu gleichen Teilen den Arbeitnehmern und den Arbeitgebern aufgebürdet werden. Es stehe noch nicht fest, ab wann die Versicherten das Beitragsplus zahlen müssen.
Momentan liegt der Beitragssatz bei 1,95 Prozent des monatlichen Bruttoeinkommens. Die Hälfte davon übernehmen die Arbeitgeber – also 0,975 Prozent.
Kinderlose zahlen allerdings einen Aufschlag. Sie werden insgesamt mit 1,225 Prozent belastet.
Mit den geschätzten zusätzlichen Einnahmen von rund sechs Milliarden Euro jährlich will die Regierung dem Spiegel zufolge nicht nur einen zusätzlichen Kapitalstock aufbauen, sondern auch Demenzkranke besser versorgen.
Erst zum Jahreswechsel hatte FDP-Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler die Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung von 14,9 auf 15,5 Prozent erhöht. (uqrl)