Ausgaben für Behandlungen deutlich gestiegen

Krankenversicherungen

12.01.2012 – Die Ausgaben der Krankenversicherungen und die Zuzahlungen der gesetzlich Versicherten für medizinische Dienstleistungen sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.

Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke hervorgeht, habe die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) 2010 mit 4,6 Milliarden Euro rund 50 Prozent mehr für Heilmittel ausgegeben als im Jahr 2000.

Noch kostenintensiver seien medizinische Behandlungen für die private Krankenversicherung (PKV): Laut Bundesregierung waren die Kosten der Gesellschaften für Heilmittel 2010 mit rund 801 Millionen Euro fast doppelt so hoch wie im Jahr 2000.

Die von den gesetzlich Versicherten geleisteten Zuzahlungen seien um rund 64 Prozent auf 436 Millionen Euro ebenfalls kräftig gestiegen.

Geringer Kostenanteil für Heilmittel

Heilmittel sind laut der Sozialgesetzgebung medizinische Dienstleistungen, die von Vertragsärzten verordnet und von speziell ausgebildeten Therapeuten erbracht werden, zum Beispiel Ergo- und Physiotherapie.

Insgesamt entsprechen die GKV-Ausgaben für Heilmittel nur einem Anteil von rund 2,8 Prozent an den gesamten Leistungsausgaben der GKV. (uqrl)

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