07.02.2012 – Zum Stichtag am Jahresende 2011 haben rund 1,7 Millionen privat versicherte Kfz-Halter für mindestens ein Fahrzeug ihre Versicherungsverträge gekündigt – 400.000 Kfz-Halter mehr als 2010.
Dies zeigt die Studie "Wechseltätigkeit in der Kfz-Versicherung 2011" des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov. Demnach liegt der Anteil der Versicherungswechsler 2011 bei drei Prozent der Kfz-Versicherten. Durch den Wechsel sparten die Befragten im Durchschnitt 120 Euro pro Jahr.
Der Studie zufolge ist auch die Zahl der prinzipiell wechselwilligen Kfz-Versicherten auf etwa zehn Millionen Personen deutlich angestiegen.
Die große Mehrheit der Wechselbereiten habe ihrer Versicherung aber weiterhin die Treue gehalten: ca. 8,2 Millionen Versicherte bzw. 15 Prozent aller Kfz-Versicherten wechselten die Kfz-Versicherung für mindestens ein Fahrzeug entgegen anderslautender Planungen doch nicht.
Ein weiteres Ergebnis der Studie: Rund die Hälfte der Wechsler nutzte das Internet als Informationsplattform und als Abschlussweg für einen neuen Vertrag. Laut Studie gewinnen Vergleichsportale bei Online-Käufern beim Abschluss von Jahr zu Jahr an Boden – auf Kosten der Direktanbieter.
Mit 43 Prozent könne sich der personengebundene Vertrieb (Agenturen, Geschäftsstellen und Makler) insgesamt auf Rang zwei und damit auf Vorjahresniveau halten.
Oliver Gaedeke, Vorstand und Leiter Finanzmarktforschung der YouGov Deutschland AG: "Noch vor einem Jahr hielten sich unter den Online-Käufern Versichererwebseiten und Vergleichsportale die Waage. Ende 2011 schlossen bereits 64 Prozent auf einer Vergleichsseite ab." (uqrl)