13.02.2012 – Für deutsche Anleger zählt die Sicherheit: Das eigene Haus, der Bausparvertrag und die betriebliche Altersvorsorge sind derzeit die attraktivsten Anlageformen.
Das ergab das aktuelle GfK-Investmentbarometer, das der GfK Verein zusammen mit dem Wall Street Journal Europe in elf Nationen durchgeführt hat. Demnach schreiben Anleger aller befragten Länder die Risikovermeidung bei Geldanlagen derzeit groß.
Konkret halten mehr als drei Viertel der deutschen Befragten eine Investition in die eigenen vier Wände für attraktiv oder sehr attraktiv.
Damit befinden sie sich laut Studie in guter Gesellschaft: In acht der insgesamt elf befragten Nationen gelte Privateigentum ebenfalls als die attraktivste Anlageform – wobei nur Spanien mit etwas über 70 Prozent einen ähnlich hohen Wert wie Deutschland erreicht.
Dass für die Deutschen Sicherheit besonders zählt, zeigten auch die weiteren Produkte auf der Attraktivitätsrangliste: Platz zwei belegt mit 45 Prozent der Bausparvertrag, gefolgt von der betrieblichen Altersvorsorge (41 Prozent) und Gold (37 Prozent).
Dagegen schenken deutsche Sparer Aktien kaum noch Vertrauen: Mit acht Prozent landen sie im Investbarometer ganz hinten auf der Attraktivitätsskala. Anders in den USA, in Polen und in Schweden: Hier hielten jeweils etwa ein Viertel der Privatanleger diese Anlageform für attraktiv oder sehr attraktiv.
Ein anderes Bild habe sich bei der Frage nach der tatsächlich bestehenden Geldanlage ergeben: Zwar liege Wohneigentum mit 45 Prozent auch real auf Platz eins, im internationalen Vergleich sei dieser Wert jedoch relativ niedrig. Nur in Portugal und Frankreich investierten noch weniger Menschen in die eigenen vier Wände.
Das klassische Sparbuch, dass laut Attraktivitätsrangliste eigentlich Platz neun belegen müsste, folge in Deutschland dagegen gleich hinter dem Wohneigentum auf Platz zwei: 43 Prozent der Befragten hätten ihr Geld derzeit so bei der Bank angelegt.
Auf den nachfolgenden Plätzen rangierten ebenfalls risikoarme Sparmöglichkeiten: 31 Prozent der Befragten zahlen laut Studie in einen Bausparvertrag ein, 28 Prozent legen Geld zu Hause beiseite und 25 Prozent investieren in eine private Kapitallebensversicherung. (uqrl)