Deutsche sparen durchschnittlich 180 Euro im Monat

Sparverhalten

18.07.2011 - Die Deutschen legen jeden Monat durchschnittlich 180 Euro auf die hohe Kante – zu wenig, wie viele unter ihnen meinen: Im Durchschnitt würden sie gern 256 Euro monatlich sparen.

Damit sparten die Deutschen monatlich 76 Euro oder 30 Prozent zu wenig, berichtet der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Das sei ein Ergebnis einer Umfrage zum Sparverhalten von TNS-Infratest im Auftrag des BVR unter mehr als 2.000 Bundesbürgern im Frühjahr 2011.

Sparlücke bei Jungen und Geringverdienern am größten

Demnach fiel die Sparlücke umso niedriger aus, je älter und besserverdienend die Befragten waren. Bei jungen Deutschen und Geringverdienern gingen Sparziel und tatsächliches Sparen zum Teil am deutlichsten auseinander.

 

BVR-Vorstandsmitglied Andreas Martin: "Zwischen Vorsorgebedarf und Spartätigkeit zeigt sich eine Lücke. Viele Bundesbürger sehen ihre finanziellen Möglichkeiten als nicht ausreichend an, um ihre Sparvorhaben vollständig zu verwirklichen."

 

Jedoch werde die gute Arbeitsmarktentwicklung helfen, die Sparlücke zu verringern, so Martin: Die Einkommen der Deutschen dürften 2011 und 2012 auch preisbereinigt zunehmen.

Stabile Sparquote trotz Wirtschaftskrise

Insgesamt sei die Sparquote in Deutschland 2010 mit einem Wert von 11,4 Prozent vergleichsweise stabil geblieben – trotz der starken gesamtwirtschaftlichen Schwankungen in der Rezession 2008/2009.

 

Die Sparquote beschreibt das Verhältnis des Sparens zum verfügbaren Einkommen. Sie sei 2010 um 0,3 Prozentpunkte gestiegen.

 

Der BVR geht für 2011 von einer stärkeren Konsumneigung in Deutschland aus und erwartet demgemäß eine etwas niedrigere Sparquote von 11,2 Prozent. (uqrl)

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