Deutsche vertrauen bei Finanzentscheidungen auf ihr Bauchgefühl

Umfrage

28.09.2011 – Bei Finanzentscheidungen setzt fast jeder zweite deutsche Anleger vor allem auf den Instinkt.

Das ergibt eine Umfrage der Kommunikationsberatung Faktenkontor und des Marktforschers Toluna unter 1.000 Deutschen. Demnach verlassen sich 46 Prozent der Deutschen bei Anlageentscheidungen am liebsten auf ihren Instinkt, während Medienberichte für 21 Prozent entscheidend sind.

Für elf Prozent sei die Meinung ihres Finanzberaters relevant. Dieses Ergebnis bedeute aber nicht, dass sich die Befragten weniger Beratung wünschen. Im Gegenteil: Jeder fünfte Deutsche möchte von seinem Berater gern intensiver darüber informiert werden, welche Auswirkungen die Euro- und Finanzkrise konkret auf die eigenen Geldanlagen hat.

Experten-Prognosen nicht entscheidend

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Sechzig Prozent der Deutschen lassen sich bei ihren Finanzentscheidungen nach eigener Aussage nicht von Experten-Prognosen zur Euro-Krise beeinflussen.

Am wichtigsten sei noch die Meinung des Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet: Nach zehn Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft gefragt, würden knapp elf Prozent der Deutschen die eigenen Finanzentscheidungen von seinen Vorhersagen abhängig machen.

Den Prognosen von Bundeskanzlerin Angela Merkel vertrauen der Umfrage zufolge nur sechs Prozent der Deutschen so sehr, dass sie bei Entscheidungen über ihre Anlagestrategien darauf hören würden. (uqrl)

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